Olympische Spiele
IOC mit Umsatzrekord

Jacques Rogge darf derzeit eine frohe Botschaft nach der nächsten verkünden.
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KÖLN. Mitten in der Weltwirtschaftskrise teilte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zuletzt mit, dass die Rücklagen auf 455 Mio. Dollar gestiegen sind. Um einen Finanzrekord geht es auch im aktuellen Marketingbericht: Die Winterspiele 2006 in Turin und die Spiele 2008 in Peking brachten dem IOC 5,45 Mrd. Dollar ein - rund ein Viertel mehr als die Vierjahresperiode zuvor. Mit den Spielen in Salt Lake City 2002 und Athen 2004 erzielte die Organisation noch 4,19 Mrd. Dollar.

Die olympische Konjunktur profitiert vom langen Vorlauf bei den Verhandlungen mit Sponsoren und Fernsehsendern. So sind die großen Verträge für Vancouver 2010 und London 2012 längst unterschrieben - sie treiben die Einnahmen wohl erstmals über die Grenze von sechs Mrd. Dollar.

Das Geld stammt aus Fernseheinnahmen (53 Prozent), Sponsoring (34), Ticketverkauf (elf ) und Lizenzgeschäften (zwei). Das IOC handelt die TV-Rechte und das globale Sponsorenprogramm aus, um die nationale Vermarktung kümmern sich die jeweiligen Verbände. Von den Gesamteinnahmen behält das IOC zehn Prozent für sich, der Rest geht an die Ausrichter sowie die 35 internationalen Sportverbände und 205 Nationalen Olympischen Komitees.

Das IOC denkt langfristig - derzeit geht es um die Vermarktung der Spiele im russischen Sotschi 2014 und in Rio de Janeiro 2016. Viele Unternehmen kalkulieren ihre Einnahmen unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise knapp - doch die Olympia-Vermarkter können sich getrost Zeit lassen. "Das IOC zögert die Verhandlungen heraus, bis sich die Wirtschaftslage bessert", sagt Sportökonom Holger Preuß von der Universität Mainz. "Man kann die Rechte für 2014 auch noch in zwei Jahren verkaufen."

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