Olympische Winterspiele
München freut sich über Salzburger Pleite

Des einen Leid ist des anderen Freud: Weil Salzburg mit seiner Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2014 gescheitert ist, rechnet sich München gute Chancen aus. Die Stadt sei „schwerlich zu toppen“.

HB MÜNCHEN. „Die Aussichten sind deutlich gestiegen“, sagte Oberbürgermeister Christian Ude wenige Stunden nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Spiele für 2014 an Sotschi vergeben hatte. „Es wäre eine großartige Sache, die erste Stadt der Welt zu werden, in der sowohl Sommer- als auch Winterspiele abgehalten werden.“ Die bayerische Landeshauptstadt hatte bereits vor einiger Zeit offiziell ihr Interesse bekundet. Die Bundesregierung, der Freistaat und die Spitzensportverbände sagten ihre volle Unterstützung zu. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeigte sich „grundsätzlich offen“ für die Münchener Avancen. Generaldirektor Michael Vesper bremste aber die Euphorie: „Wir müssen die Erfolgsaussichten jedoch genauestens prüfen und abwägen, auch unter dem Gesichtspunkt, wie finanziell aufwendig eine Bewerbung ist“, sagte er. Für München, 1972 Gastgeber der Sommerspiele, spricht die bereits sehr gut ausgebaute Infrastruktur. Das gilt auch für die nahe gelegenen Wintersportzentren: Garmisch-Partenkirchen wird 2011die Alpin-Weltmeisterschaft austragen. Dazu könnten Zentren wie Inzell (Eisschnelllauf), Königssee (Bob, Rodeln, Skeleton), Ruhpolding (Biathlon) und Reit im Winkl (Langlauf) kommen. Die Unterstützung der Wintersportverbände ist München sicher. Ski-Präsident Alfons Hörmann hatte sich mehrmals für die Einbeziehung der großen Wintersportzentren am Alpenrand stark gemacht und von den „preisgünstigsten Spielen, die es jemals gab“ gesprochen, da alle Anlagen vorhanden seien. Generalsekretär Stefan Krauß vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) sagte: „Wir Wintersportverbände haben natürlich ein legitimes Interesse an der einer Winterbewerbung Deutschland.“

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