Cheerleader aus Nordkorea

Die Jubelgruppe soll für eine freundlichere Wahrnehmung des abgeschotteten Landes sorgen.

(Foto: AFP)

Olympische Winterspiele So begeistert Nordkoreas „Armee der Schönheit“

Bei den Winterspielen hat Nordkorea sportlich nur geringe Chancen. Für viel Aufmerksamkeit sorgen aber die mitgereisten Cheerleader.
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PyeongchangDie 22 nordkoreanischen Athletinnen und Athleten, die seit Freitag in Pyeongchang mehr symbolisch als mit echten Chancen um olympische Medaillen kämpfen, sind nicht alleine in das südliche Nachbarland gereist. Neben einem aus 140 Mitgliedern bestehenden Orchester sollen auch noch einmal rund 200 Cheerleader bei den Spielen für Stimmung sorgen. Bei den ersten Wettkämpfen mit nordkoreanischer Beteiligung zogen sie sogleich auch viel Aufmerksamkeit auf sich.

Für erstaunte Blicke sorgten die Frauen zunächst im Kwandong-Hockey-Center. Das koreanische Eishockeyteam hat bei der Olympia-Premiere mit der geeinten Auswahl – die Mannschaft besteht aus 23 Spielerinnen aus Süd- und zwölf Spielerinnen aus Nordkorea – gegen die Schweiz zwar eine klare 0:8-Niederlage hinnehmen müssen. Die Zuschauer vor Ort feuerten das vereinte Team aber immer wieder lautstark an – auch dank der „Armee der Schönheit“ genannten Jubelgruppe.

Auch beim Eisschnelllauf staunten die Sportfans ob der top synchronisierten Bewegungen der Damen in rot nicht schlecht.

Die Entsendung der Fangruppe und des Orchesters gilt als weitere Geste der kommunistischen Regierung in Nordkorea, die seit Anfang des Jahres betriebene Annäherung an Südkorea fortsetzen zu wollen. Geplant sind neben zwei Auftritten des nordkoreanischen Orchesters kurz vor und während der Spiele auch vier Taekwondo-Shows. Dazu umfasst die 280 Köpfe fassende Delegation, die von Sportminister Kim Il Guk angeführt wird, auch 26 Kampfsportler.

Das Orchester mit 140 Mitgliedern war bereits am Dienstag mit einem Schiff eingetroffen. Während die Musiker zunächst auf dem Schiff wohnen sollen, werden die Cheerleader in einem von den Wettkampfstätten abgelegenen Luxus-Resorthotel in der östlichen Provinz Gangwon untergebracht. Unklar war zunächst allerdings, wer die Kosten für die Unterbringung der Nordkoreaner übernimmt.

Die Signale der Annäherung zwischen beiden Regierungen hatte die Angst vor einer Eskalation des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm vorerst verringert. Die Aufgabe der Cheerleader besteht ohne Zweifel nun darin, der Welt ein freundliches nordkoreanisches Gesicht zu zeigen.

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  • dpa
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