Olympische Winterspiele werden eröffnet
Zeremonie aus „Feuer, Eis und Musik“

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Turin wird ein Fest aus "Feuer, Eis und Musik". Die über zweistündige Zeremonie an diesem Freitagabend soll eine bunt gemischte Show aus Tanz, Akrobatik und feierlichem Olympia-Schwur werden.

HB TURIN. "Die Show ist heiter und dynamisch, ihr Charakteristikum heißt Schnelligkeit", schreibt "La Gazzetta dello Sport". Acht Nobelpreisträger sollen die Olympische Flagge ins Stadion tragen, verriet das Blatt weiter. "Ein großes italienisches Fest", schwärmte "La Repubblica" (Rom), bei dem Ferrari-rot gekleidete Eisläufer mit einem Feuerschweif aus dem Helm um das Stadionoval flitzen. Heißluftballons, die Sonne und Mond symbolisieren, ziehen akrobatische Himmelstänzer durch die Lüfte - die Musik reiche von Verdi bis zum Pop.

Ein Geheimnis blieb, wer das Olympischen Feuer entzündet. Als Favorit wird Italiens dreifacher Goldmedaillen-Gewinner Alberto Tomba ("Tomba la bomba") gehandelt. Inzwischen hat aber auch Stefania Belmondo Ansprüche angemeldet - sie ist mit zehn Medaillen erfolgreichste italienische Olympia-Teilnehmerin. Vor dem Entzünden der Flamme tragen mehrere Läufer die Fackel durchs Stadion, berichteten Zeitungen. Die italienische Nationalhymne werde von einem kleinen Mädchen gesungen.

Die offiziellen Eröffnungsworte zum Start der XX. Olympischen Winterspiele spricht der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi. Rund 40 Staats- und Regierungschefs sowie gekrönte Häupter kommen zur Eröffnungsfeier. Aus den USA reist Präsidentengattin Laura Bush an, auch der britische Premierminister Tony Blair schickt seine Ehefrau Cherie nach Turin, auch Bundespräsident Horst Köhler ist dabei. Aus Furcht vor Terroranschlägen herrschen strengste Sicherheitsmaßnahmen - unter anderem patrouillieren F-16-Kampfjets am Himmel über Turin.

Bei der Zeremonie werden alle 82 Olympia-Mannschaften hinter ihren Fahnenträgern an den knapp 35 000 Zuschauer im Stadio Olimpico vorbeiziehen. Allerdings waren am Donnerstag noch Karten in oberen Preisklassen von 200 bis 850 Euro erhältlich. Die Show ist von Choreograf Marco Balich konzipiert, der schon Konzerte von U2, Pink Floyd und Whitney Houston inszenierte. Geboten wird auch ein Homage an die italienische Geschichte mit Tanzszenen aus dem Barock und der Renaissance. Schlussakkord sei der Gefangenchor "Va' penioro" aus der Oper "Nabucco" von Giuseppe Verdi. "Eine Show voller Emotionen", meinte "La Repubblica".

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