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Olympischer Sportbund: Vesper fordert Lösung bei Sportwetten

exklusiv Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) Michael Vesper hat eine einheitliche Lösung bei Sportwetten gefordert. Ein Flickenteppich zwischen den Bundesländern nütze niemandem, so Vesper.

Michael Vesper, der Generaldirektor des DOSB. Quelle: dpa
Michael Vesper, der Generaldirektor des DOSB. Quelle: dpa

Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) Michael Vesper hat die Ministerpräsidenten zu einer Einigung in der Debatte um ein neues Glücksspielrecht aufgefordert. Im Vorfeld der heutigen Ministerpräsidenten-Konferenz in Berlin drängte Vesper auf eine einheitliche Lösung für alle 16 Bundesländer. „Eine virtuelle Sportwettengrenze zwischen Schleswig-Holstein und dem Rest der Republik funktioniert nicht. Ein Flickenteppich nützt niemandem“, sagte er dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe). Der frühere stellvertretende Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens forderte zudem eine angemessene Beteiligung des Sports an den Zusatzeinnahmen. „Wir vertrauen auf die Zusage der Ministerpräsidenten, dass sie einen Teil der Einnahmen – wir
sagen: ein Drittel – in den organisierten Sport geben.“ Eine Beteiligung in dieser Höhe ist bereits im Glücksspielgesetz verankert, das in Schleswig-Holstein am 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten soll.
Vesper machte sich zudem stark für das staatliche Sportwettenangebot Oddset. „Im jetzigen System ist Oddset für viele Lottogesellschaften immer weniger wirtschaftlich, es wird quersubventioniert aus anderen Geschäftsfeldern“, sagte Vesper. Oddset, dessen Umsatz auf derzeit rund 170 Millionen Euro abgesunken ist, traut Vesper nach einer Reform des Glücksspielrechts eine Milliarde Euro Umsatz zu.

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„Dass 97 Prozent aller in Deutschland gesetzten Sportwetten am deutschen Fiskus, am deutschen Sport und am deutschen Rechtssystem vorbeigehen, ist nicht akzeptabel“, sagte Vesper. „Wir müssen diese Wetten in die Legalität kanalisieren.“ Ende des Jahres läuft der vom Europäischen Gerichtshof beanstandete Glücksspielstaatsvertrag aus. Laut Vesper drängen die Amtskollegen der anderen Bundesländer den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen zum Einlenken auf ihren Kurs.
„Der Druck ist objektiv da“, sagte Vesper. Hintergrund ist die Befürchtung, im großen Stil Einnahmen an Schleswig-Holstein zu verlieren. Im Gegensatz zum Glücksspielgesetz der schwarz-gelben Regierung Schleswig-Holsteins favorisieren die anderen 15 Länder eine Lösung, die bei der Lizenzvergabe eine Begrenzung auf 20 Anbieter von Sportwetten vorsieht. Unter Rechtsexperten ist strittig, ob diese mit europäischem Recht vereinbar ist.

  • 15.12.2011, 10:13 UhrAnonymer Benutzer: Betsol

    Endlich mal jemand der die ganze Sache klar sieht und beim Namen nennt. Es wäre wünschenswert, wenn auch die anderen Ministerpräsidenten endlich ihre Scheuklappen ablegen würden und der Realität ins Auge schauen. Andere Länder wie England und österreich haben genau die gleichen Fehler gemacht, die in den letzten Jahren in Deutschland gemacht worden sind. Doch daraus hat scheinbar niemand gelernt.
    Es geht nur vereinigt im gesamten.

  • 15.12.2011, 10:13 UhrAnonymer Benutzer: Betsol

    Endlich mal jemand der die ganze Sache klar sieht und beim Namen nennt. Es wäre wünschenswert, wenn auch die anderen Ministerpräsidenten endlich ihre Scheuklappen ablegen würden und der Realität ins Auge schauen. Andere Länder wie England und österreich haben genau die gleichen Fehler gemacht, die in den letzten Jahren in Deutschland gemacht worden sind. Doch daraus hat scheinbar niemand gelernt.
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