Olympisches Segelrevier
Tonnenweise toter Fisch vor Rio

Meer tötet Fisch: Die Wasserqualität im olympischen Segelrevier vor Rio ist so verheerend, dass nun tausende Fische tot an die Küste gespült werden. Das beunruhigt nicht nur Umweltschützer, sondern vor allem Segler.

Rio de JaneiroIm Segelrevier der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro sind in den letzten Tagen massenhaft tote Fische entdeckt worden. An verschiedenen Stellen der Guanabara-Bucht wurden mehrere tausend Fische leblos angespült. Wie das Portal „Terra“ berichtete, untersuchten Experten der Umweltbehörde des Staates Rio de Janeiro (Inea) daraufhin das Wasser, stellten eine hohe Müllbelastung fest und nahmen Wasserproben. Vor allem eine Sardinen-Art war von dem plötzlichen Fischsterben betroffen. Wassertests hatten in den letzten Monaten wiederholt eine Belastung mit Viren und Giftstoffen ergeben.

Insgesamt sollen bis zu zwei Tonnen tote Fische gefunden worden sein. In der berühmten Bucht im Schatten des Zuckerhuts sollen im August die Segelwettbewerbe stattfinden, obwohl sie unter anderem mit Abwässern und durch den Schiffsverkehr Richtung Hafen kontaminiert ist, das Wasser stinkt und oft einer Kloake gleicht. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat eigene Wassertests im Vorfeld der ersten Olympischen Spiele in Südamerika angekündigt, viele Segler fürchten gesundheitliche Folgen bei einem Kontakt mit dem Wasser.

Bürgermeister Eduardo Paes lehnt eine Verlegung in das 190 Kilometer nördlich von Rio gelegene Segelrevier von Buzios strikt ab, die einzelne nationale Verbände ins Spiel gebracht hatten. Aber je nach Testergebnissen könnte es hier noch zu heftigen Debatten kommen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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