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Die Exoten kämpfen im Internet

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Auszahlen soll sich das Web-TV auch für die Deutsche Eishockey Liga (DEL). Seit drei Jahren laufen die Spiele auf der Liga-Homepage. Die Bilder liefert der Sender Premiere, der sich für schätzungsweise drei Mio. Euro jährlich die TV-Rechte an den Spielen gesichert hat. Generell ist die Verärgerung über die Fernsehsender im Verband groß. "Sie zeigen nur Fußball, Fußball, Fußball. Dabei kann mir keiner erzählen, dass die dritte Fußball-Liga attraktiver ist als die Eishockey-Play-offs", sagt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Künftig soll sich das kostenlose Angebot durch Werbung refinanzieren. Bei der Reichweite lohnt sich das DEL-TV schon jetzt: Waren in der ersten Saison erst 50 000 Fans pro Spieltag mehr als fünf Minuten online, so hat sich ihre Zahl in der vergangenen Saison auf rund 100 000 verdoppelt. "Über das Internet erreichen wir mittlerweile mehr Fans als über irgendwelche Sendungen in Spartenkanälen", sagt Tripcke. "Das ist die Zukunft."

Ähnlich euphorisch sehen es die Basketballer. "Wir wollten so früh wie möglich dabei sein", sagt Jan Pommer, Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga (BBL). Während der Saison zeigt der Verband auf BBL-TV zwei Spiele pro Woche, insgesamt sind es über 100 Begegnungen. Allerdings gibt es die nicht umsonst zu sehen: Ein Spiel kostet knapp drei Euro, die Saison 50 Euro. "Unsere Liga ist so wertvoll, dass wir dafür Geld nehmen können", sagt Pommer.

Hinter dem Angebot steckt der Sender Sportdigital, ein Internet-Spartenkanal, der auch im Fernsehen gegen Gebühr zu empfangen ist. Neben der Basketball-Liga zeigt er auch Live-Bilder vom Handball und Volleyball.

Um auf die neuen Plattformen aufmerksam zu machen, greifen die Verbände zu ungewöhnlichen Aktionen. Damit das Tischtennis in die Schlagzeilen gerät, hat Contenthouse-Geschäftsführer Neumüller für die nächste Saison 25 Veranstaltungen angekündigt, bei denen sich Spieler am Flughafen, im Museum oder in der Hotellobby duellieren. Was verrückt klingt, soll hübsche Bilder liefern - und Zuschauer anlocken.

Bisher verdient mit dem Internet-Auftritt noch niemand Geld. Der Tischtennisverband gab die Rechte kostenlos in der Hoffnung ab, dass der Sport dadurch mehr mediale Präsenz bekommt. Das ist schon ein Fortschritt, denn vor einigen Jahren musste der Verband noch Geld dafür zahlen, dass das DSF überhaupt einen Sendeplatz freiräumte.

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Ob sich das Online-Konzept auszahlt, wird sich zeigen. Der Vertrag mit dem Tischtennisverband läuft bis 2012, mit einer Option auf weitere zwei Jahre. Bis dahin will Timo Boll seinen Europameister-Titel im September in Stuttgart verteidigen und drei Jahre später in Dortmund Weltmeister werden. Die Wettbewerbe im eigenen Land, so die Hoffnung von Neumüller, sollen den Durchbruch fürs Web-TV bringen.

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