Oympia-Bewerbung 2012
Im Enspurt setzt man auf prominente Gesichter

In Singapur präsentieren sich am Mittwoch ein letztes Mal die Millionenstädte New York, London, Paris, Madrid und Moskau vor der 117. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). IOC-Präsident Jacques Rogge gibt dann den Ausrichter der olympischen Sommerspiele 2012 bekannt.

HB SINGAPUR. Mit Hillary Clinton bietet New York für den Wahl- Endspurt um die Olympischen Spiele 2012 in Singapur doch noch ein politisches Schwergewicht auf. Die Senatorin des Staates New York und Frau des früheren Präsidenten Bill Clinton werde der offiziellen Delegation der US-Metropole angehören, teilte am Samstag New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg mit.

Während Paris in Singapur durch Staatspräsident Jacques Chirac und London durch Premier Tony Blair vertreten sein werden, wird sich US- Präsident George W. Bush nur per Video an die 116 IOC-Mitglieder wenden. Zwar ist ein amerikanischer Präsident noch nie vor der IOC- Vollversammlung aufgetreten. Doch wegen einer nicht günstigen Stimmung im IOC gegenüber Bush vor allem wegen des Irak-Krieges hätte sein Erscheinen in Singapur jedoch eher geschadet. New York setzt bei seiner offiziellen Präsentation am Mittwoch vor allem auf Sportstars, allen voran die Box-Legende Mohammad Ali.

Vier Tage vor der Wahl gilt nach wie vor Paris als Favorit, London als Herausforderer und Madrid als ein Außenseiter mit Chancen auf das Wahlfinale. In jedem Wahlgang scheidet die Stadt mit den wenigsten Stimmen aus. Bei seiner Ankunft in Singapur hatte IOC-Präsident Jacques Rogge einen ähnlich knappen Wahlausgang erwartet wie 1993. Damals hatte sich Sydney mit einen Vorsprung von nur zwei Stimmen die Spiele 2000 gegenüber Peking gesichert.

Am Samstag haben in Singapur rund um das Kongresszentrum herum umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt. Rund 2000 Kräfte des Militärs, der Polizei und des Geheimdienstes sollen die Gäste schützen. Erwartet werden 3500 Akkreditierte. Allein 1250 Medienvertreter sind angemeldet. Die fünf Städte bringen jeweils etwa 100 Helfer und Anhänger mit.

Das IOC beginnt an diesem Sonntag seine Sitzungen mit dem Zusammentreffen des Exekutivkomitees. Es muss unter anderem erst den neuen Stadion-Plan von New York sanktionieren. Wegen eines politischen Vetos des Staates New York musste der Bau eines Olympiastadions an der West Side Manhattans fallen gelassen und die Planung der olympischen Hauptarena im Stadtteil Queens nachgereicht werden. Nach der Bestimmung der Olympia-Stadt am Mittwoch befasst sich die Vollversammlung bis zum Samstag vor allem mit dem Programm der Spiele 2012. Über alle 28 Sportarten wird die Session einzeln abstimmen. Nur wenn eine odere mehrere gestrichen werden, können aus dem Bereich der Reservesportarten Golf, Rugby, Squash, Karate oder Inline-Skating neue aufgenommen werden.

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