Panne im Vorfeld sorgt für zusätzlichen Ärger
Angst vor einem Doping-Skandal sitzt tief

FIS-Präsident Gian Franco Kasper hat nur allzu gut noch die Vorkommnisse bei der WM 2001 in Lathi und den Olympischen Winterspielen 2002 im Gedächtnis. Die Panne bei den Dopingkontrollen im Vorfeld der WM ärgern ihn zusätzlich.

HB OBERSTDORF. Der Internationale Ski-Verband FIS befürchtet, dass die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf durch Dopingfälle erschüttert werden. "Das ist die große Gefahr, dass dies ein Thema wird, das die Stimmung drücken kann. Wir müssen hoffen, dass es nicht gleich zu Beginn alles überlagert. Wenn wir keinen großen Fall haben, ist die WM gerettet", sagte FIS-Präsident Gian Franco Kasper.

Bei der WM 2001 in Lathi und den Olympischen Winterspielen 2002 hatten die Langläufer für die größten Doping-Skandale in der Geschichte gesorgt. In Salt Lake City waren die Olympiasieger Johann Mühlegg, Olga Danilowa und Larissa Lasutina überführt worden. Alle drei mussten ihre Goldmedaillen zurückgeben. Die WM in Val di Fiemme war vor zwei Jahren gleich zum Auftakt durch den Dopingfall der Finnin Kaisa Varis erschüttert worden.

Seit Dienstag werden im WM-Ort von 16 Fahndern unangemeldete Trainingskontrollen durchgeführt, um einen eventuellen Missbrauch mit dem Blutdopingmittel EPO oder Wachstumshormonen (HGH) aufzudecken. Den Wettkampf-Kontrollen müssen sich die jeweils vier Erstplatzierten und zwei ausgeloste Athleten stellen.

Die Proben werden im Labor in Köln analysiert, das zuletzt im Fall des Franzosen Vincent Vittoz für Verwirrung gesorgt hatte. Nachdem der Weltcup-Zweite eine positive A-Probe mit dem Diuretikum Furosemid öffentlich gemacht hatte, ergab die B-Probe ein negatives Ergebnis. Vittoz kann in Oberstdorf starten.

Bei Kasper ist der Fall auf Unverständnis gestoßen. "Ich war sauer wie nur etwas, weil ich mir natürlich wie alle die Frage stelle: Wie kann in einem Labor wie in Köln so etwas passieren? Wir haben die Erklärung noch nicht", sagte der FIS-Präsident der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

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