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Pantanis Mutter sucht weiter nach der Wahrheit

Tonina Pantani, Mutter des 2004 gestorbenen Radsportlers Marco Pantani, drängt auf weitere Ermittlungen. Der Tour-de-France-Sieger von 1998 erlag einer Überdosis Kokain und wurde in seinem Hotelzimmer aufgefunden.

Für die Aufklärung des Todes ihres Sohnes Marco drängt die Mutter des ehemaligen Radsportlers auf weitere Ermittlungen. Tonina Pantani glaubt nicht, dass sich ihr Sohn am 14. Februar 2004 allein in seinem Zimmer im Hotel "Le Rose" in der Adria-Stadt Rimini befand, als er wegen einer Überdosis von Kokain ums Leben gekommen ist. "Ich bin sicher, dass Marco in seinen letzten Lebensstunden nicht allein war. Jemand war mit ihm im Zimmer und ich hoffe, dass die Wahrheit ans Licht kommen wird", sagte Tonina Pantani der lokalen Tageszeitung La Voce di Romagna.

"Im Bad von Marcos Hotelzimmer war das WC entfernt worden, das Chaos regierte und mein Sohn hatte nicht einmal einen Kratzer auf den Händen. Wie ist dies möglich?", fragte die Frau. Im Zimmer seien zwei Jacken gefunden worden, die nicht dem "Piraten" gehörten. "Man sollte feststellen, wem sie gehören", so Tonina Pantani.

Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen abgeschlossen

Die Staatsanwaltschaft von Rimini hatte im Dezember die Ermittlungen um den Tod Pantanis abgeschlossen. Vier Drogendealer und Pantanis letzte Freundin, die 30-jährige Russin Jelena Korowina, sollen laut den Forderungen der Ermittler vor Gericht landen. Über die Eröffnung des Prozesses muss noch ein Untersuchungsrichter in Rimini entscheiden.

Vor Gericht sollen Fabio Miradossa (29), Ciro Veneruso (31) sowie der Inhaber einer Modelagentur, Fabio Carlino (27), landen, die dem Tour-Sieger von 1998 an seinem letzten Lebenstag in Rimini Kokain verkauft haben sollen. Sie werden des Mordes an Marco Pantani beschuldigt. Die Polizei hatte im Zimmer des 34-Jährigen zahlreiche Beruhigungsmittel und ein Antidepressivum gefunden. Pantani ist nach Angaben eines Gerichtsmediziners an den Folgen einer Kokain-Überdosis gestorben. Die "akute Kokain-Vergiftung" habe ein Hirn- und Lungenödem ausgelöst.

© SID

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