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Braxenthaler holt zweites Gold in Turin

Die deutschen Sportler haben auch am siebten Wettkampftag der IX. Winterparalympics Gold gewonnen. Im Riesenslalom trug sich Martin Braxenthaler zum zweiten Mal in die Siegerliste in Turin ein.

Bei den IX. Winterparalympics in Turin hatten die deutschen Athleten auch am siebten Wettkampftag Grund zur Freude. Monoskifahrer Martin Braxenthaler aus Traunstein holte nach seinem Erfolg im Super-G auch im Riesenslalom die Goldmedaille und zog damit mit seinen alpinen Teamkollegen Gerd Schönfelder (Kulmain) und Langläuferin Verena Bentele (München) gleich, die in Turin ebenfalls bereits Doppel-Gold feiern konnten.

"Ich bin sehr glücklich"

"Ich bin sehr glücklich. Wenn man in seiner Spezialdisziplin Gold holt, ist das von besonderem Wert", meinte Braxenthaler. Damit hat die deutsche Mannschaft vor dem Abschlusswochenden sieben Goldmedaillen, fünfmal Silber und dreimal Bronze zu Buche stehen. Martin Braxenthaler, der seit einem Arbeitsunfall 1994 querschnittsgelähmt ist und die deutsche Mannschaft bei der Eröffnungsfeier in Turin als Fahnenträger anführte, hatte schon vor vier Jahren in Salt Lake City bei vier Starts viermal Gold gegolt. Am Sonntag geht der 34-Jährige im Slalom noch einmal als Favorit ins Rennen.

In Anwesenheit von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble blieben die deutschen Langläufer diesmal ohne Medaille. Die Männer-Staffel mit Michael Weymann (Bollschweil) im Sitzski sowie den sehbehinderten Paralympics-Siegern Frank Höfle (Isny) und Willi Brem (München) verpasste Bronze lediglich um 1,4 Sekunden und wurde Vierte. "Wir hatten im Vorfeld nicht mit einer Medaille gerechnet. Deshalb überwiegt die Freude über ein klasse Rennen", meinte Höfle.

Lange sah es in Pragelato Plan nach Bronze für das deutsche Trio aus, doch Schlussläufer Brem gingen am letzten Anstieg die Kräfte aus. "Es war, als hätte mir jemand den Stecker gezogen", sagte der 28-Jährige. Da die zweimalige Goldgewinnerin Verena Bentele die einzige "nordische" Frau im Team ist, war eine deutsche Staffel nicht am Start.

Pech hatte auch Abfahrts-Sieger Gerd Gradwohl. Der Sonthofener, der im Super-G der Sehbehinderten nach Bestzeit wegen zu großem Abstand zu Begleitläufer Karl-Heinz Vachenauer disqualifiziert worden war, schied am Freitag durch Sturz bereits im ersten Riesenslalom-Durchgang aus.

Neben Braxenthaler und dem armamputierten Schönfelder im Slalom hofft auch Bentele nach ihren zuletzt überragenden Laufleistungen zum Abschluss über 15km auf ihr drittes Gold. Die deutsche Sledge-Eishockey-Mannschaft spielt nach dem 0:5 im Halbfinale gegen Kanada am Samstag um Bronze gegen Salt-Lake-Sieger USA.

© SID

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