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Schönfelder holt Bronze im Slalom

Im letzten Rennen der alpinen Skiläufer bei den Paralympics hat sich Gerd Schönfelder Bronze im Slalom gesichert. Nach dem vorletzten Tag rangiert Deutschland im Medaillenspiegel hinter Russland auf dem zweiten Platz.

Bei dei paralympischen Winterspielen in Turin konnte Gerd Schönfelder zum Abschluss den Gewinn einer weiteren Medaille feiern. Der 35-Jährige raste im Slalom nach Platz vier im ersten Durchgang noch zu Bronze und gewann damit nach Gold in der Abfahrt und im Riesentorlauf sowie Silber im Super-G seine insgesamt vierte Medaille in Sestriere Borgata.

"Wusste, dass es schwierig würde"

"Mein Ziel war im letzten Rennen noch einmal eine Medaille. Ich wusste, dass es sehr schwierig werden würde. Aber nun bin ich glücklich, dass ich meine Medaillensammlung komplett habe", meinte Schönfelder. Der armamputierte Hobby-Fußballer musste sich letztlich nur Robert Meusburger aus Österreich und dem Schweizer Thomas Pfyl geschlagen geben und gehört nach seinem Vierfach-Triumph 2002 in Salt Lake City wieder zu den überragenden Athleten bei den Paralympics.

Bronze verpasst haben dagegen die deutschen Sledge-Eishockeyspieler. Bei ihrer Paralympics-Premiere verlor die Mannschaft von Bundestrainer Michael Gursinsky im kleinen Finale 3:4 (1:1, 1:1, 1:2) gegen die USA. Zum Auftakt der Gruppenspiele hatte die Auswahl des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) den Sieger von Salt Lake City 2002 überraschend noch mit 2:1 bezwungen.

Zweiter Platz im Medaillenspiegel für Deutschland

Die deutsche Mannschaft hat vor dem Schlusstag damit siebenmal Gold, sechsmal Silber und dreimal Bronze eingesammelt und belegt Rang zwei im Medaillenspiegel hinter Russland (11-11-6). Allein zweimal Gold und einmal Bronze gingen vor dem letzten Wettkampf auf das Konto von Langläuferin und Biathletin Verena Bentele (München), die bei der Schlussfeier die deutsche Fahne tragen wird.

Silber hatte die 16-jährige Andrea Rothfuss (Mitteltal) bei ihrer Paralympics-Premiere schon im Riesenslalom gewonnen. Am Samstag fehlten der Schülerin, die ohne linke Hand geboren wurde, im Slalom als Vierte 1,24 Sekunden zu Bronze. "Ich bin hier dreimal gestartet und habe einen zweiten, einen vierten und einen fünften Platz belegt. Das ist einfach toll, schließlich war die ganze Weltelite am Start", meinte Rothfuss.

Kempfle nur auf Rang zehn

Noch ohne Medaille blieb bei ihrem ersten Paralympics-Auftritt die ebenfalls 16-jährige Theresa Kempfle (Altestadt). Zum Abschluss belegte sie im Slalom den zehnten Rang und trägt gemeinsam mit ihrer Zimmerkollegin Rothfuss schon jetzt die Hoffnungen für Vancouver 2010. "Vielleicht kommen dann zwei Medaillen raus", meinte Andrea Rothfuss.



© SID

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