Perfekte Bedingungen
Die Spur stimmt

Optimale Bedingungen vermelden die Verantwortlichen der Ski-Sport-Wettbewerbe kurz vor Eröffnung der Winterspiele. Sowohl die Biathleten und Langläufer als auch die Kombinierer und Skispringer finden bestens präparierte Strecken und Schanzen vor.

HB TURIN. Ricco Groß war der Ärger anzusehen. "Wer sind denn die Sportler, die oder wir?", fragte der frustrierte Ruhpoldinger Skijäger, als er am Montag vor dem ersten inoffiziellen Training die Nachricht erhielt, dass er nach dem Streckentest zur Dopingkontrolle ins 25 Kilometer entfernte und rund 800 Höhenmeter niedriger gelegene Olympische Dorf nach Bardoneccia fahren sollte. "Nicht, dass wir uns falsch verstehen, die Kontrollen an sich begrüße ich, doch die können auch da gemacht werden, wo die Sportler wohnen", begründete Groß seinen Unmut bei Kaiserwetter im auf 1600 Meter Höhe liegenden San Sicario.

Ansonsten war der 35 Jahre alte Ruhpoldinger, der nach seinem Hexenschuss Anfang Januar fast schmerzfrei ist, zufrieden mit den Biathlon-Anlagen. "Die Strecken liegen mir: lange Anstiege, aber nicht zu lang; anspruchsvoll, aber nicht zu steil, und dazu ganz schön eckig. Da muss man ordentlich auf dem Ski stehen", erläuterte der aus Sachsen stammende Wahl-Bayer. Wie er müssen alle Biathleten beim Eintritt ins Stadion Zeit aufwendige Kontrollen über sich ergehen lassen. Olympia-Neuling Michael Rösch (Altenberg) musste am längsten warten, weil sich die Kontrolleure intensiv für seine Waffe interessierten.

Stadion-Chef Arne Eidam aus Ruhpolding und Norbert Baier, der Technische Delegierte der Internationalen Biathlon-Union, haben mit ihren Helfern in den vergangenen Wochen ganze Arbeit geleistet. Fast ein Meter Neuschnee liegt auf den bestens präparierten Strecken. Es müssen nur noch die letzten Feinheiten erledigt werden. "Die Schneeverhältnisse entsprechen denen vom Olympia-Test vor einem Jahr", sagte Skitechniker Marko Danz ein. Gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen sowie dem Oberhofer Trainer Mark Kirchner - dem dreimaligen Olympiasieger von 1992 und 1994 - hat er seit vergangenem Donnerstag die Bedingungen getestet. "Der Schnee wird auch in der prallen Mittagssonne kaum weich, weil nachts klirrender Frost herrscht", berichtete Danz. "Wenn's aber wärmer wird, könnten wir Probleme bekommen", sorgte sich Bundestrainer Frank Ullrich.

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