Personelle Neubesetzung
Die Marke „Deutschlandachter“ glänzt

Der Deutschlandachter geht mit vier neuen Ruderern auf den Rollsitzen in die neue Saison. Für die eigene Vermarktungsgesellschaft macht das auf der Suche nach Sponsoren keinen Unterschied – solange der Erfolg bleibt.
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DortmundDer Siegesglanz des vergangenen Jahres liegt in einer Vitrine hinter Glas. Die Goldmedaille des Ruderachter-Steuermanns Martin Sauer von den Olympischen Spielen in London strahlt noch immer. Und auch bei den beteiligten Sportlern, Trainern und anderen aus dem Umfeld der Mannschaft hier im Ruderleistungszentrum Dortmund zaubert die Erinnerung an den 1. August 2012 immer noch ein Lächeln ins Gesicht. „Es ist nach wie vor unbeschreiblich, wenn man die Bilder von unserem Finalrennen bei den Olympischen Spielen sieht“, sagt Maximilian Reinelt, einer der Goldjungen aus dem Achter 2012.

Gemeinsam mit Steuermann Martin Sauer, Richard Schmidt, Kristof Wilke und Eric Johannesen ist er nach dem größtmöglichen Erfolg eines Ruderers, dem Olympiasieg, erneut im Team des Deutschlandachters. Wieder will er sich und seinen Körper durch drei harte Jahre quälen, um am Ende in Rio de Janeiro im Flaggschiff des Deutschen Ruderverbands zu sitzen und wenn möglich um die olympischen Medaillen mitzurudern.

2013 ist ein nacholympisches Jahr und als solches ein Jahr des Umbruchs. Vier Neue haben auf den Rollsitzen des Achters Platz genommen. 50 Prozent der rudernden Belegschaft wurden ausgetauscht. Für Trainer Ralf Holtmeyer gilt es nun eine neue schlagkräftige Truppe zu formen. „Das ist ja nichts Neues für mich. Alle vier Jahre erleben wir einen größeren Umbau, weil ältere Athleten aufhören, oder weil sich einige der Jungs mal auf ihr Studium konzentrieren wollen“, sagt Holtmeyer. Seine Aufgabe wird es nun sein, die ruderischen Abläufe im Boot zu optimieren. Aus den acht Athleten eine Einheit zu formen.

Eine Aufgabe, die durchaus Parallelen zur Unternehmenswelt aufweist. Denn auch in Unternehmen fluktuieren die Mitarbeiter in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen. Muss mit zum Teil veränderter Mannschaft weiter an den vorgegebenen Zielen gearbeitet werden.

Beim Prozess der Mannschaftsfindung setzt Holtmeyer in erster Linie auf gruppendynamische Prozesse. Die jungen Athleten lernen automatisch von den älteren. „Ich bin dabei mehr der Beobachter und greife nur ein, wenn es nötig wird“, sagt der Trainer. Hat Holtmeyer eine gute Formation gefunden, wechselt der 57-Jährige von Saison zu Saison nur noch auf wenigen Positionen, weil es natürlich mit einer eingefahrenen Mannschaft leichter ist, schnell zu rudern. Kontinuität ist wichtig. Trotzdem signalisiert das System den jungen aufstrebenden Ruderern gleichzeitig: Wenn ich gut genug bin, bekomme ich meine Chance. „Diese Durchlässigkeit ist auch wichtig. Sonst würden die Ruderer, die zunächst nicht dabei sind, die Motivation verlieren“, sagt Holtmeyer.

In einem anderen Bereich wirken sich die Veränderungen in der Besatzung des Bootes nicht aus. Die Vermarktung bleibt davon unberührt. Denn die Marke ist der Achter, nicht der einzelne Sportler. Und diese Marke lässt sich leichter an den Sponsor bringen, wenn Erfolge da sind. „In den vergangenen Monaten nach dem Olympiasieg hatten wir sogar mehrfach den Fall, das Unternehmen auf uns zu gekommen sind, um uns als Sponsor zu unterstützen“, sagt Carsten Oberhagemann, Geschäftsführer der für die Vermarktung zuständigen Deutschlandachter GmbH. Eine Luxussituation, die er zu schätzen weiß. Denn die schwierigen Zeiten liegen noch nicht all zu lange zurück.

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Die Marke „Deutschlandachter“ glänzt

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Zusammenarbeit zwischen Sponsor und Ruderern

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