Pferdesport
Totilas-Comeback ist geglückt

Das Dressurpferd Totilas hat ein viel beachtetes und siegreiches Comeback abgeliefert. Nach fast einjähriger Pause bot Matthias Rath mit dem Hengst eine überzeugende Vorstellung. Er darf auf die EM-Teilnahme hoffen.
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Hagen/OsnabrückSchon beim letzten Training vor dem langersehnten Comeback lockte Totilas Fans und Medien. Bei der Vorbereitung des berühmtesten Dressurpferdes der Welt sahen auf dem Abreiteplatz mehr Menschen zu als beim zeitgleichen Ritt der Mannschafts-Olympiasiegerin Laura Tomlinson. Kurz danach strömten die Massen ins Reitstadion von Hagen bei Osnabrück und erlebten einen starken Auftritt nach 356 Tagen Pause - und danach einen befreit lächelnden Reiter.

„Es war schön, wieder eine Prüfung zu reiten“, kommentierte der 30 Jahre alte Reiter aus Kronberg vergnügt seine Rückkehr in den Wettkampf, schon lange bevor sein Sieg feststand. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Es waren viele gute Sachen drin. Wir wissen, dass wir an dem ein oder anderen noch arbeiten müssen.“

Auch die Richter waren zufrieden und gaben dem Paar für den überzeugenden Grand Prix 80,36 Prozentpunkte. Damit siegte das Duo souverän. Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit deutlichem Abstand Anabel Balkenhol (Rosendahl) auf Dablino (76,34) und Fabienne Lütkemeier (Paderborn) auf D'Agostino (74,34).

So schweigsam sich Rath vor der Wettkampf-Rückkehr gezeigt hatte, so entspannt war er danach. „Dass beim ersten Mal die Anspannung ein bisschen größer ist als bei den Prüfungen danach, weil es eine lange Pause war, ist wohl normal“, sagte er. Seit Rath das Pferd 2010 übernommen hat, gab es immer wieder lange Verletzungspausen und entsprechend viele Neustarts. „Insgesamt kenne ich die Situation ja“, sagte Rath grinsend.

Welches Potenzial der Rapphengst besitzt, wenn er gesund ist, demonstrierte er eindrucksvoll. „Ich bin sehr zufrieden“, lobte Paul Schockemöhle, der den Hengst vor fünf Jahren für geschätzte zehn Millionen Euro in den Niederlanden gekauft hatte.

„Er war fast besser als letztes Jahr“, sagte der Pferdehändler. Beim CHIO vor zwölf Monaten hatte Rath mit dem Hengst zwei Prüfungen gewonnen, ehe er vorzeitig abgereist war. Anschließend verpassten Rath und Totilas wegen einer erneuten Verletzung des Pferdes die Teilnahme an der Weltmeisterschaft und waren ein knappes Jahr nicht zu sehen

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„Totilas ist fitter als letztes Jahr“

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