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Pfüllers Olympia-Ziel sind 15 Medaillen

Der Deutsche Ski Verband (DSV) startet mit Ehrgeiz die "Mission Turin 2006". Vor Beginn der Olympia-Saison gibt Generalsekretär Thomas Pfüller 15 Medaillen als anvisierte Marke aus.

15 Medaillen sollen es sein: Dieses Ziel hat Thomas Pfüller, Generalsekretär des Deutschen Ski Verbandes (DSV), vor Beginn der olympischen Saison für die Winterspiele in Turin vom 10. bis zum 26. Februar 2006 ausgegeben.

Der deutsche Wintersport stelle sich die Aufgabe, in Turin wie zuletzt 2002 in Salt Lake City wieder Platz eins im Medaillenspiegel zu belegen, ergänzte Pfüller: "Dazu will und muss der DSV seinen Anteil leisten." Dabei gehe es nicht darum, Druck auf die Athleten auszuüben, sondern um realistische Erwartungen: "Aber wir wissen auch, dass nicht jeder Wunschtraum in Erfüllung gehen wird."

Konkret erhofft sich der DSV in jedem der acht olympischen Teamwettbewerbe eine Medaille. Vor allem im Biathlon, bei der Nordischen Kombination und im Langlauf erwartet Pfüller einen Medaillenregen. Auch von den alpinen Damen erhoffe er sich einen Beitrag, sagte Pfüller, dazu sollte im Skisprung neben der Mannschafts- eine Einzelmedaille drin sein: "Nur im Freestyle haben wir niemanden, der um die Medaillen mitfährt."

Ronny Ackermann Hoffnungsträger Nummer eins

Hoffnungsträger Nummer eins ist Ronny Ackermann, in der Vorsaison zweimaliger Weltmeister in der Nordischen Kombination. "Mit ihm haben wir einen Spitzenathleten in unseren Reihen, der sich zu einer echten Leitfigur entwickelt hat", meinte Pfüller. Dazu komme noch der starke Björn Kircheisen: "Mit diesen beiden potenziellen Siegläufern und einer starken Mannschaft sollten die Kombinierer auch in Turin im Konzert der Weltbesten mitspielen können."

Die Biathleten - Männer wie Frauen - hätten sich in der Vergangenheit als "sportliches Paradepferd" etabliert. "Ich bin sicher, dass sich an dieser Erfolgsbilanz auch so schnell nichts Wesentliches ändern wird", meinte der Sportdirektor. Außerdem ruhen auf den alpinen Skirennläuferinnen Maria Riesch, Hilde Gerg und Martina Ertl große Hoffnungen. Für Alois Vogl sei zudem im Slalom "etwas möglich".

rotz der jüngsten Erfolge der Langlauf-Herren müsse man sich "darüber im Klaren sein, dass wir auch in Zukunft keine Langlaufnation sein werden", meinte Pfüller. Speziell bei den Damen sei die Personaldecke im Spitzenbereich noch immer sehr dünn. "In Turin sollten unsere Langläufer aber in der Lage sein, um die Medaillen mitzulaufen", ergänzte er. Im Skisprung dagegen sei die Zeit der Seriensiege vorbei. Dennoch blicke man zuversichtlich nach Turin.

Bloß nicht bequem werden

Pfüller warnt davor, aufgrund der "hervorragenden Ausgangsbasis, die sich der DSV in den vergangenen Wintern geschaffen hat, selbstgefällig oder bequem zu werden". DSV-Präsident Alfons Hörmann sieht diese Gefahr in gleichem Maße, den Verband kurz vor dem 100-jährigen Jubiläum am 4. November jedoch "auf einem guten Weg. Wir sind einer der Vorzeigeverbände in Deutschland und einer der erfolgreichsten weltweit."

Auch für die Zeit nach den Olympischen Winterspielen 2006 liefen die Planungen bereits, ergänzte Hörmann. "Dann geht es darum, den DSV auf Spitzenniveau halten zu können, sowie infrastrukturell und organisatorisch weiter zu entwickeln", meinte der DSV-Chef.

© SID

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