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Pistons erzwingen entscheidendes siebtes Spiel

Titelverteidiger Detroit Pistons hat im Finale der NBA ein entscheidendes siebtes Spiel erzwungen. Die Pistons siegten bei den San Antonio Spurs mit 95:86 und glichen in der "best-of-Seven"-Serie zum 3:3 aus.

Die San Antonio Spurs haben im Finale der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA den ersten Matchball vergeben. In eigener Halle unterlagen die Spurs Titelverteidiger Detroit Pistons mit 86:95. Die endgültige Entscheidung um die NBA-Krone fällt nun in der Nacht zum Freitag (ab 3.00 Uhr, live auf Premiere), wenn erneut der SBC Center Schauplatz des siebten Aufeinandertreffens ist.

Richard Hamilton (23 Punkte) und Chauncey Billups mit 21 Zählern waren vor 18 797 Zuschauern in der ausverkauften Halle die Matchwinner auf Seiten der Gäste, die vor allem von der Drei-Punkte-Marke glänzen konnten. Acht "Dreier" standen am Ende auf der Habenseite, soviele wie in den ersten fünf Spielen der Serie zusammen. Das Team aus der Auto-Metropole profitierte am Ende von einigen spektakulären Verteidigungs-Aktionen von "Bad Boy" Rasheed Wallace.

Die Pistons bewiesen neben Zielgenauigkeit einmal mehr Champion-Tugenden: Zum fünften Mal in den letzten beiden Jahren fuhren die Pistons einen Sieg ein, wenn dem amtierenden Meister das Aus drohte. "Wir haben uns selber in diese Situation gebracht und wir hatten keine andere Wahl als zu gewinnen und so da herauszukommen", sagte Pistons-Coach Larry Brown nach dem Spiel. Dabei hatte Spurs-Center Tim Duncan, der auf 21 Punkte kam, davor gewarnt: "Kein Team ist mit dem Rücken zur Wand stärker als Detroit. Wir müssen ein siebtes Spiel unbedingt vermeiden."

Der Titel wird nun in eben diesem siebten Spiel vergeben, zum ersten Mal in den vergangenen elf Jahren, und der Titelverteidiger geht mit einem psychologischen Vorteil ins Rennen. Dabei begann die Spurs-Jagd nach dem dritten Titel in den letzten sieben Jahren vielversprechend. Zur Halbzeit lagen die Hausherren mit einem Punkt Vorsprung in Front, doch jenseits der Drei-Punkte-Marke waren die Pistons an diesem Abend nicht zu toppen.

Drohender Streik abgewendet

Die National Basketball Association (NBA) durfte am Dienstag nicht nur wegen der Spannung im Titelkampf die Sektkorken knallen lassen. Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich die Liga und die Spielergewerkschaft auf einen neuen Rahmenvertrag und wendeten damit die Gefahr eines drohenden Streiks im kommenden Herbst ab. Der neue Sechsjahreskontrakt garantiert den Spielern 57 Prozent jeglicher NBA-Gesamtumsätze, zudem wird die Jahresgehaltsobergrenze (Salary Cap) für die Klubs von derzeit 48,04 auf 51 Prozent der Vereinseinnahmen angehoben.

"Der neue Deal garantiert allen Beteiligten eine starke Partnerschaft. Wir sind froh und glücklich, dass wir uns vor Saisonende einigen konnten", sagte NBA-Commissioner David Stern in San Antonio. Wie von der Gewerkschaft gefordert, wurden auch die Rentenbezüge der vom Leistungssport zurückgetretenen Spieler erhöht. Außerdem können ab sofort Nachwuchsspieler nicht mehr direkt von der High School, sondern erst nach mindestens einem Jahr College oder Wartezeit in die NBA wechseln.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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