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Platini kandidiert für Amt als Uefa-Präsident

Michel Platini strebt nach dem Vorsitz in der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und lässt damit Franz Beckenbauer alle Optionen für die Präsidentschaft im Weltverband Fifa.

dpa PARIS. Michel Platini strebt nach dem Vorsitz in der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und lässt damit Franz Beckenbauer alle Optionen für die Präsidentschaft im Weltverband Fifa.

Der frühere französische Weltklassespieler erklärte, er wolle im nächsten Jahr die Nachfolge des Schweden Lennart Johansson als Uefa-Präsident antreten. "Ich habe den Verband in einem Brief von meinem Entschluss unterrichtet", sagte Platini vor Journalisten: "Es gibt so viele Turbulenzen im Weltfußball, und ich will etwas dagegen unternehmen."

Allenfalls der frühe Zeitpunkt für Platinis Vorstoß ist überraschend, nicht aber die Tatsache. Der 49-Jährige galt schon lange als aussichtsreichster Kandidat für das Erbe von Johansson, dessen vierte und letzte Amtszeit regulär im nächsten Jahr endet. Der 75-jährige Johansson, seit 1990 Uefa-Vorsitzender, hatte bereits mehrfach erklärt, dass er sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen wird.

Möglich ist allerdings, dass auf dem kommenden Uefa-Kongress am 21. April in Tallinn beschlossen wird, den nächsten Wahlkongress um ein Jahr auf 2007 zu verschieben. Damit könnte verhindert werden, dass die WM in Deutschland von einem Wahlkampf überschattet wird. Und 2007 endet auch die Amtszeit von Blatter als Fifa-Chef. Anders als Johansson präsentierte sich der 69-jährige Schweizer allerdings bislang keinesfalls amtsmüde.

"Meine Werte sind Leidenschaft und die Liebe zum Fußball", erklärte Platini beim gemeinsamen Mittagessen mit Medienvertretern in Paris. Der frühere Kapitän der französischen Nationalmannschaft durchlief erst als Spieler und dann auch als Funktionär eine Bilderbuch-Karriere. In seiner aktiven Laufbahn führte der Mittelfeldspieler die französische Elf zum EM-Titel 1984 im eigenen Land. Mit Juventus Turin gewann er 1985 die Champions League, zwischen 1983 und 1985 wurde er drei Mal in Folge Europas Fußballer des Jahres.

Nach Abschluss seiner Karriere 1987 versuchte sich Platini zunächst wenig erfolgreich als Nationaltrainer, erwarb sich dann aber Meriten als Chef-Organisator der WM 1998 in Frankreich. Als Vize des französischen Fußball-Verbandes kandidierte er 2002 erfolgreich für die Aufnahme in die Exekutiv-Komitees von Fifa und Uefa.

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