sonstige Sportarten
Politiker voll des Lobes über deutschen Sport

Die beiden Spitzenkandidaten der Volksparteien Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Herausforderin Angela Merkel (CDU) haben die besondere Bedeutung des Sports herausgestellt und versprachen weitere Förderung.

Auch wenn im Wahlkampf vorwiegend raue Töne zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) angeschlagen werden, so würdigten doch beide einhellig die herausragende gesellschaftliche Bedeutung des Sports in Deutschland. Die Bundesregierung werde "weiterhin ein verlässlicher Partner des Sports" sein, betonte der Kanzler im gerade erschienenen Jahrbuch 2005/06 des Deutschen Sportbundes (DSB), während die Oppositionsführerin insbesondere die sozialen und gesundheitspolitischen Komponenten herausstellte.

"Sport steht für Werte wie Teamgeist, Fairplay und Toleranz. Er wirkt als verbindende Klammer zwischen den Menschen aller Nationen. Damit nimmt der Sport einen besonderen Stellenwert in der modernen Gesellschaft ein. Die Bundesregierung hat auch aus diesen Gründen die Förderung des Sports ausdrücklich als politisches Ziel festgelegt", betonte Schröder. "Dies gilt in gleichem Maße für den Behindertensport." Die Sportförderung des Bundes konzentriere sich auf den Spitzensport. Der Bund handle dabei in der Überzeugung, "dass dies der Gesellschaft insgesamt und damit auch dem Breitensport dient".

"Der Bund begrüßt die angestrebten Umstrukturierungsprozesse, die zu einer Bündelung der Kräfte und einer effizienteren Sportförderung führen sollen", betonte Schröder mit Blick auf die angestrebte Fusion zwischen DSB und Nationalem Olympischem Komitee (NOK) im Mai 2006. "Damit werden die Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung des Sports in unserem Land gestellt. Die Bundesregierung wird dabei dem deutschen Sport auch weiterhin ein verlässlicher Partner sein."

Schulen müssen Beitrag leisten

Unter Überschrift "Sport eint, bildet und begeistert" widmete sich die CDU-Vorsitzende in ihrem Beitrag vornehmlich der sozialen Komponenten. "Wir müssen feststellen, dass die körperliche Leistungsfähigkeit von Kindern in erschreckendem Maße abnimmt. Sie sind heute im Durchschnitt ungeschickter, unbeweglicher und dicker als früher.

Bei der Lösung dieses gesellschaftlichen Problems muss die Schule ihren Beitrag leisten", unterstrich Merkel und wies dabei auf die besondere Rolle der Ganztagsschulen hin. "Der Schulsport ist deshalb mit einem Mindestmaß an Wochenstunden in allen Schulstufen festzulegen und als gleichwertiges Unterrichts- und Ausbildungsfach in der schulischen Ausbildung anzuerkennen."

Grundsätzlich sei die gesellschaftliche Bedeutung des Sports "nicht hoch genug einzuschätzen". Deshalb sei es das sportpolitische Ziel der CDU, den Sport in all seinen Dimensionen zu fördern. Angesichts des großen Wertes des Sports für Staat und Gesellschaft sind Merkel zufolge "die öffentlichen Hände gefordert, durch entsprechende Maßnahmen und ordnungspolitische Rahmensetzungen den Sport zu fördern und zugleich seine Autonomie zu stärken".

© SID

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