Polizist fand Spritzen im Müll
Dopingskandal im Radsport aufgedeckt

Müll hat den italienischen Profi-Radrennstall Aqua & Sapone mit Doping in Verbindung gebracht. Ein Polizist beobachtete das Entsorgen von Spritzen.

HB BERLIN. Belgische Dopingfahnder haben zwei Tage vor Ostern offensichtlich einen neuen Dopingskandal im Radsport aufgedeckt. Bei einer Razzia am Donnerstag wurden in den Hotelzimmern der Fahrer des italienischen Profi-Radrennstalls Aqua & Sapone unerlaubte Mittel sicher gestellt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft im belgischen Tremonde am Samstag.

Die Zimmerdurchsuchung in einem Hotel der Ortschaft Erpe-Mere erfolgte auf Hinweis eines ansässigen Polizisten, der einen Pfleger des Teams beim Entsorgen eines Müllsacks mit Injektionsspritzen in einen öffentlichen Abfalleimer beobachtet hatte.

Eine der Substanzen, die bei der Razzia gefunden wurden, ist in Belgien verboten. Die restlichen Funde werden nun in Laboren untersucht, ebenso wie von den Fahrern entnommene Urinproben. Mit Ergebnissen der Tests wird in rund einem Monat gerechnet.

Das Aqua-Sapone-Team bereitet sich in der nordwest-belgischen Region auf den Frühjahres-Klassiker Flandern-Rundfahrt am 3. April vor. Für das ProTour-Rennen hatte der zweitklassige Rennstall um den Italiener Ruggero Marzoli, der am vergangenen Wochenende beim Klassiker Mailand-San Remo Siebter geworden war, eine Gastlizenz erhalten. Die Einladung dürfte nun wohl hinfällig sein.

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