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Popp wie Phönix aus der Asche - Aus für Henman

„Rasen-Phönix“ Alexander Popp hat in Wimbledon zu alter Stärke zurückgefunden und ist Nicolas Kiefer und Florian Mayer in die dritte Runde gefolgt.

dpa LONDON. "Rasen-Phönix" Alexander Popp hat in Wimbledon zu alter Stärke zurückgefunden und ist Nicolas Kiefer und Florian Mayer in die dritte Runde gefolgt.

Auf einer Achterbahn der Gefühle kämpfte sich der Mannheimer, der nirgends so viel Selbstvertrauen hat wie auf dem Heiligen Rasen in London, nach einem 4:09 Stunden dauernden Tennis-Krimi und zwei abgewehrten Matchbällen durch ein 6:3, 6:7 (4:7), 3:6, 7:6 (7:4), 14:12 gegen den Australier Wayne Arthurs in die dritte Runde der 119. All England Championships.

Dort bleibt dem 28-Jährigen in seinem 100. Match auf der Profitour das erwartete Center-Court-Duell mit Tim Henman versagt. Zum Entsetzen der Briten schied der Lokalmatador in einem Fünfsatz-Krimi gegen den russischen Weltranglisten-152. Dimitri Tursunow aus und verbuchte damit sein schlechtestes Wimbledon-Ergebnis seit 1995. Vier Mal hat der 30-Jährige bislang im Halbfinale gestanden; der Sieg bei seinem Heim-Grand-Slam wird ihm wohl auf ewig versagt bleiben.

"Ich bin ein bisschen enttäuscht darüber, dass ich jetzt nicht gegen Tim auf dem Center Court spielen kann. Das klingt zwar komisch, aber so ist es", sagte Popp, der sich nach der Anstrengung nur im Kopf müde fühlte. "Am Ende habe ich nur darauf gewartet, dass Wayne mal einen Einbruch hat. So kann man doch nicht fünf Stunden lang aufschlagen."

Während auch French-Open-Sieger Rafael Nadal wie Henman in der zweiten Runde scheiterte, stürmten die russische Titelverteidigerin Maria Scharapowa sowie die Williams-Schwestern Venus und Serena aus den USA, die sich die Wimbledonsiege zwischen 2000 und 2003 geteilt haben, in die dritte Runde. Spaniens neues Tennis-Idol Nadal musste sich dem weithin unbekannten Luxemburger Gilles Müller mit 4:6, 6:4, 3:6, 4:6 geschlagen geben.

"Ich weiß auch nicht, warum ich in Wimbledon immer besonders gut und erfolgreich spiele", erklärte Popp. Wie Phönix aus der Asche war er nach überstandener Schulteroperation und siebenmonatiger Pause wieder einmal auferstanden und mit dem ersten Sieg der Saison in die All England Championships gestartet. Doch gegen den mit 34 Jahren, drei Monaten und fünf Tagen ältesten im Turnier verbliebenen Profi brauchte Popp auch reichlich Glück. Nach glänzendem Start zeigte Arthurs, der wie Popp eine englische Mutter hat, mehr als nur Aufschlagstärke und setzte den 2,01 Meter großen Rasen-Riesen gefährlich unter Druck.

"Eine Schippe drauf legen" will Florian Mayer gegen Juan Carlos Ferrero. Im dritten Match des einzigen Grand-Slam-Turniers auf Rasen bekommt es der Bayreuther mit einem Spanier zu tun. "Er ist von hinten noch gefährlicher, und ich muss sehen, dass ich von Beginn an konzentriert spiele." Auch der 21-Jährige hat in Wimbledon zu seiner besten Form zurückgefunden und bestätigte die guten Leistungen des Vorjahres, als er als Debütant gleich ins Viertelfinale stürmte.

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