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Popp zittert sich in Runde drei

Nach einem wahren Tennis-Krimi hat Alexander Popp im Wimbledon die dritte Runde erreicht. Der 28-Jährige setzte sich gegen Wayne Arthurs in fünf Sätzen durch. Der entscheidende Durchgang ging mit 14:12 an den Mannheimer.

Alexander Popp bleibt Deutschlands "Mr. Wimbledon" und sorgt auf den Rasenplätzen an der Church Road weiter für Furore. Nach großem Kampf und Abwehr von zwei Matchbällen bezwang der Mannheimer in einem Fünfsatz-Krimi den australischen Doppelspezialisten Wayne Arthurs mit 6:3, 6:7 (4:7), 3:6, 7:6 (7:4), 14:12 und setzte damit seine unglaubliche Erfolgsserie bei den All England Championships in Wimbledon fort. Nach zwei Viertfinalteilnahmen 2000 und 2003 sowie dem Vorstoß ins Achtelfinale im vergangenen Jahr erreichte der Mannheimer beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt schon wieder Runde drei.

Nun gegen Henman-Bezwinger Tursunow

Einziger kleiner Wehrmutstropfen: Das erhoffte Duell am Samstag auf dem Centre Court gegen Englands große Hoffnung Tim Henman ist geplatzt. Stattdessen trifft Popp nun auf den Russen Dimitri Tursunow, der Henman mit 6:3, 2:6, 6:3, 3:6, 6:8 niederrang und die Hoffnungen der Briten auf den Heimsieg zu Nichte machte. Auch French-Open-Champion Rafael Nadal (Spanien) blieb mit 4:6, 6:4, 3:6, 4:6 gegen den Luxemburger Gilles Muller auf der Strecke.

Voller Zuversicht war Popp in das am Ende dramatische Duell mit dem 34 Jahre alten Arthurs gegangen. "Ich habe in Wimbledon mehr Selbstvertrauen als anderswo", erklärte er, "das hängt natürlich mit meinen Erfolgen hier zusammen." Triumphe in Wimbledon und ein oft verletzungs- und krankheitsbedingtes Untertauchen während dem Rest der Saison wechselten sich stets ab.

Dritter Deutscher in Runde drei

Auch in diesem Jahr kam er nach einer Schulter-Operation im Oktober 2004 und siebenmonatiger Zwangspause bislang nicht richtig in Fahrt. Nur 1:4 lautete seine Matchbilanz vor Wimbledon, wo er lediglich dank des durch die Verletzungspause geschützten Weltranglistenplatzes 91 im Hauptfeld stand.

Nach Florian Mayer (Bayreuth) und Nicolas Kiefer (Hannover) ist Popp nun der dritte von zehn gestarteten deutschen Herren, der die Runde der letzten 32 erreicht hat.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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