Popsänger wollte er eigentlich werden
Bauernhof statt Goldmedaille

Sie sind allesamt erfolgreiche Alpine-Stars geworden, aber in ihrer Kindheit hatten die heutigen Olympioniken andere Träume. An Goldmedaillen wurde damals noch nicht gedacht.

HB TURIN. Eigentlich wollten sie gar keine Weltklasse- Skirennfahrer werden, sondern Taucher, Landwirt, Musiker oder Fußballer. Die Pisten-Asse haben bei den Olympischen Winterspielen in Turin ihre Kinderheitsträume offenbart.

"Als ich 14 Jahre alt war, wollte ich aufhören mit Skifahren. Ich spielte mit Hingabe Akkordeon und Bass und wollte ans Konservatorium nach Innsbruck", sagte der italienische Abfahrer Patrick Staudacher. "Aber mein Vater hat mich nicht gelassen. Er sagte, das könne ich auch nach meiner Ski-Karriere machen. So ist die Musik mein liebstes Hobby geworden."

Gleich zehn berufliche Möglichkeiten sieht Rainer Schönfelder für sich. "Erste Wahl wäre Popsänger, was ich ja auch bin. Aber ich hätte gerne mehr Zeit dafür", meinte der österreichische Bronzemedaillengewinner in der Kombination. Außerdem wäre der extrovertierte Sportler gerne Finanzmakler ("Geld ist immer gut") oder Designer - am liebsten für Klamotten.

"Ich wollte eigentlich Taucher werde", sagte Kroate Ivica Kostelic, Silbermedaillengewinner in der Kombination und Slalom- Weltmeister von 2003. "Ich liebe das Meer und fahre jedes Jahr für zwei Monate hin. Vielleicht hätte ich auch Karriere im Tauchen gemacht."

Peter Fill (Italien) wäre glücklich als Golf-Profi. Abfahrer Fritz Strobl wäre wahrscheinlich Landwirt geworden, weil seine Familie einen Bauerhof besitzt - aber insgeheim träumte der Abfahrts-Olympiasieger von 2002 davon, Ingenieur zu sein. Der mit acht Olympia-Medaillen erfolgreichste alpine Skifahrer Kjetil Andre Aamodt wäre gerne Fußballer geworden - sein Vater stellte ihn jedoch immer wieder auf die Ski. Heute ist er froh darum: "Vielleicht wäre ich in der dritten norwegischen Division geendet."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%