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Pozzato triumphiert bei HEW-Cyclassics in Hamburg

Der Italiener Filippo Pozzato vom Team Quickstep hat sich den Sieg bei den HEW-Cyclassics in Hamburg gesichert. In einem spannenden Schlussspurt gewann Pozzato nach 253km vor seinem Teamkollegen Luca Paolini.

Der belgische Rennstall Quickstep hat bei der 10. Auflage der HEW-Cyclassics in Hamburg einen Doppelsieg errungen. Beim 18. von 27. Rennen der Protour-Saison setzte sich der Italiener Filippo Pozzato nach 253 Kilometern im Foto-Finish vor seinem Landsmann Luca Paolini durch. Jan Ullrich verpasste bei strömendem Regen dagegen den ersten Einzelsieg bei der Protour. Eine Woche nach seinem dritten Platz bei der Tour de France hatte der T-Mobile-Fahrer im Schlussspurt der 20-köpfigen Spitzengruppe keine Chance.

Ullrichs Attacken ohne Erfolg

Nach zwei vorangegangenen Attacken war Ullrich im Finale gegen die besseren Sprinter chancenlos. "Der Regen hat das Rennen schwer gemacht. Für das Team ist es sehr schade, dass ich nicht nach ganz vorne gekommen bin", sagte der gebürtige Rostocker. Auch sein Teamkollege Erik Zabel hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. "Ich habe noch gehofft, dass Erik aufschließen kann, aber leider ist er nicht mehr rangekommen", erklärte Ullrich.

Eine Vorentscheidung bei der zehnten Auflage des früheren Weltcuprennens fiel nach der letzten Überquerung des 15 Prozent steilen Wasebergs in Blankenese 15km vor dem Ziel, als sich eine 20-köpfige Gruppe um Ullrich absetzen konnte.

Ludewig setzt Akzente

Zuvor hatte der Steinhagener Jörg Ludewig lange Zeit das Renngeschehen bestimmt. Der 29-Jährige von der italienischen Mannschaft Domina Vacanze hatte sich nach 30km vom Feld abgesetzt, bekam aber nach 100km Alleinfahrt Gesellschaft von Wiesenhof-Fahrer Andre Greipel aus Rostock und dem Belgier Leif Hoste vom US-Team Discovery Channel. Der Vorsprung der Ausreißer wuchs zeitweilig auf maximal 14:30 Minuten an, ehe das Hauptfeld die Verfolgung des Trios aufnahm.

Während Greipel dem Tempo seiner Mitausreißer schon bei der ersten von vier Passagen des Wasebergs nicht mehr folgen konnte und das Rennen kurz darauf vorzeitig aufgab, kämpften Ludewig und Hoste an der Spitze um jeden Flucht-Kilometer. Erst als die Favoriten um Ullrich auf der vorletzten Runde durch die Innenstadt ernst machten, hatten das Führungs-Duo nichts mehr entgegenzusetzen. Als letzter Ausreißer wurde Hoste 20km vor dem Ziel eingeholt.

Di Luca weiter in Führung

Nach 18 von insgesamt 27 Rennen der vom Weltverband UCI neu geschaffenen Serie warten die deutschen Fahrer damit weiterhin auf einen Einzelsieg, nachdem das Team Gerolsteiner im Juni das Teamzeitfahren im niederländischen Eindhoven gewonnen hatte. Die Führung in der Protour-Gesamtwertung behauptete der Italiener Danilo Di Luca. Der 29-jährige Liquigas-Fahrer, der im Frühjahr das Amstel Gold Race, den Fleche Wallonne, die Baskenland-Rundfahrt und zwei Giro-Etappen gewonnen hatte, führt mit 184 Punkten vor Tour-Sieger Lance Armstrong (139) und T-Mobil-Fahrer Alexander Winokurow (Kasachstan/136). Als bester Deutscher ist Ullrich Siebter (98).

Fortgesetzt wird die Protour am Mittwoch mit der achttägigen Benelux-Rundfahrt durch Belgien und die Niederlande. Einzige weitere Station auf deutschem Boden neben Hamburg ist die Deutschland-Tour, die vom 15. bis 23. August von Altenburg in Sachsen nach Bonn führt. Der erste Gesamtsieger wird nach Abschluss der Serie am 15. Oktober bei der Lombardei-Rundfahrt gekürt.

© SID

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