Probleme beim Transport: Im Stau gibt es kein Olympia-Feeling

Probleme beim Transport
Im Stau gibt es kein Olympia-Feeling

Die Organisatoren der Olympischen Winterspiele in Turin haben nach dem Verkehrschaos vom Sonntag in den Bergen Probleme beim Transport eingeräumt. Auch IOC-Vizepräsident Thomas Bach hatte zuvor Kritik geäußert.

HB TURIN. "Der Transport war bisher kein Glanzlicht. Da gibt es große Probleme", sagte der deutsche Spitzenfunktionär am Montag und ergänzte: "Verkehr und Zuschauerresonanz sind bisher kein Pluspunkt."

TOROC-Sprecher Giuseppe Gattino forderte die Zuschauer auf, den Shuttleservice und die Züge zu benutzen und die Autos stehen zu lassen. "Gestern war aber auch ein besonderer Tag mit einigen Wettkämpfen fast gleichzeitig. Das war möglicherweise der schlimmste Tag während der Spiele. Deshalb wird das wohl nicht mehr passieren", sagte er.

Nach der Skiabfahrt der Herren hatten sich zwischen Sestriere Borgata und Sestriere Colle die Fahrzeuge auf mehreren Kilometern gestaut. Das Rennen hatten mehr als 8000 Zuschauer besucht. Gleichzeitig machten sich zahlreiche Besucher über die Bergstraße in Gegenrichtung auf den Weg nach Pragelato, wo am Abend das Skispringen auf der Normalschanze stattfand. In beiden Richtungen kam der Verkehr zum Erliegen.

Nach Angaben Gattinos waren insgesamt 360 000 Menschen in die olympischen Wintersportorte in den Bergen unterwegs. Die Schwierigkeiten am Rande des alpinen Skirennens seien dadurch zu Stande gekommen, dass zu viele Zuschauer nicht von Sestriere Colle nach Sestriere Borgata wie vorgesehen zu Fuß gingen, sondern Busse benutzten. "Nach den Erfahrungen von gestern ist es für uns einfacher, die nächsten Wettkämpfe zu organisieren", meinte der TOROC-Sprecher.

Sehr zufrieden sind die Organisatoren mit der Zuschauerresonanz: Inzwischen sind 775 000 von knapp einer Million Eintrittskarten verkauft. Gattino stellte das Frauen-Eishockey-Spiel zwischen Deutschland und den USA (0:5) mit fast 8000 Besuchern heraus. Das Gegenbeispiel nannte er freilich nicht: Beim Rodeln in Cesana waren am Samstagabend nur zehn Prozent der 7130 Zuschauer fassenden Tribüne besetzt. Selbst am Sonntag, als Armin Zöggeler das erste Gold der Spiele für Italien gewann, war nur die Hälfte der Plätze voll.

"Bei den Zuschauern hoffe ich nach den italienischen Medaillen vom Sonntag noch etwas", sagte Bach. Hingegen lobte der Tauberbischofsheimer wie schon zuvor Betreuer und Sportler die Qualität der Wettkampfanlagen. "Die Sportstätten sind richtig okay", sagte Bach. "Beleg dafür ist, dass der 30. Starter bei den Alpinen noch gewonnen hat."

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