Probleme mit dem neuen „TF105“: „Weichei“ mit hohen Zielen

Probleme mit dem neuen „TF105“
„Weichei“ mit hohen Zielen

Um die Weltmeistterschaft wird Ralf Schumacher in diesem Jahr nicht mitfahren können. Stattdessen gibt sich der Kerpener vor seiner ersten Saison im Toyota-Cockpit lieber bescheiden. Der ein oder andere Podestplatz würde ihm in dieser Saison schon reichen, sagt "Schumi II" nach seinem Wechsel von Williams-BMW.

HB HAMBURG. Ralf Schumacher will es in der neuen Formel-1-Saison vor allem seinen Kritikern zeigen und allen Unkenrufen zum Trotz aus Toyota "ein Erfolgsteam formen".

Wenn sein für drei Jahre mit geschätzten 40 Mill. Euro dotierter Vertrag abgelaufen ist, will er an der Spitze angekommen sein. So jedenfalls ist es langfristig geplant, denn bei Toyota fühlt sich Ralf Schumacher wohl. "Ich mag den Spirit dort: Das sind hoch motivierte und positive Menschen, die alle an einem Strang ziehen", sagt er und findet: "Toyota ist eine Herausforderung."

Die sechs Jahre bei Williams hat er abgehakt. Dort hat Ralf Schumacher sein großes Ziel nicht erreicht. In der Saison 2003 war er zwar nah dran gewesen am WM-Titel, doch im vergangenen Jahr lief es für ihn bei Williams-BMW nicht. Nach seinem schweren Unfall in Indianapolis musste er lange pausieren. Bei seinem Comeback überzeugte er und zeigte, welch guter Rennfahrer er ist. Und auch, dass der hin und wieder als "Weichei" verspottete Pilot viel einstecken und kämpfen kann.

Bei Toyota muss er nun beweisen, dass er wirklich ein Team lenken und motivieren kann. Sein Bruder Michael, der aus Ferrari das Nonplusultra der Formel 1 gemacht hat, ist in dieser Beziehung das große Vorbild. "Das wird nicht schnell gehen und braucht Geduld. Das ist uns allen bewusst", sagt Ralf Schumacher über seinen neuen "Karriereabschnitt" in den er seine "Erfahrung einbringen" will.

Sechs Grand-Prix-Siege hat er mit Williams-BMW eingefahren. Fünf Mal in seinen 127 Formel-1-Rennen stand er auf der Pole Position. Längst ist er zum Sympathieträger geworden. Doch bei Toyota wird vieles anders werden für ihn. Mit dem neuen "TF105" kommt er noch nicht so richtig klar, trotzdem glaubt er an die große Aufholjagd im bisher so enttäuschenden Toyota-Team. "Ich hoffe, dass wir irgendwo zwischen BAR und Williams sein werden und wenn wir Glück haben, ein oder zwei Zielankünfte auf dem Podium haben können. Das wäre großartig."

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