sonstige Sportarten
Prominenz rührt olympische Werbetrommel

Mit aller Macht will Tony Blair seinen Landsleuten die Olympischen Sommerspiele 2012 in London bescheren und reist dafür eigens nach Singapur. Madrid setzt bei der 117. IOC-Session dagegen auf die Karte Sofia.

Tony Blair reist momentan von einem Gipfeltreffen zum nächsten. Vor dem G8-Meeting in Edinburgh trommelt der britische Premierminister in Singapur noch kräftig für die Olympia-Bewerbung Londons für das Jahr 2012. Auch die spanische Königin Sofia ist auf der 117. IOC-Session in Südostasien anwesend und wirbt für Madrid. "Ich will zeigen, dass hinter London das ganze Land steht", sagte Blair. "Nirgendwo sonst würden die Athleten so ins Herz geschlossen", versprach ihrerseits Sofia, die bei der Präsentation am Mittwoch ein privates Video mit ihrer sportlichen Familie vorführen will.

Von den 115 IOC-Vollmitgliedern werden 113 erwartet. In der ersten Runde könnten 99 von ihnen abstimmen, unter ihnen die beiden Deutschen Thomas Bach und Walther Tröger. Die erforderliche absolute Mehrheit liegt bei 50 Stimmen. Nicht wahlberechtigt sind 13 Vertreter aus Bewerberländern, so lange ihre Stadt im Rennen ist. IOC-Präsident Jacques Rogge enthält sich traditionell.

In dem südasiatischen Inselstaat werden am Dienstag auch Frankreichs Präsident Jacques Chirac für Paris, Russlands Regierungschef Michail Fradkow für Moskau und Amerikas ehemalige First Lady Hillary Clinton für New York eintreffen, das außerdem Muhammad Ali einfliegen lässt. Ob der "Größte" allerdings am Mittwoch die Bühne betritt, ist wegen seiner Krankheit ungewiss.

Blair tischt auf

Blair muss bereits am Dienstag wieder abreisen, weil er ab Mittwoch Gastgeber des G-8-Gipfels in Schottland ist. Zuvor wird er 20 bis 30 IOC-Mitglieder zum Dinner bitten. Das IOC sieht darin keinen Verstoß gegen die Regeln, wie Pressechefin Giselle Davies erklärte. Man sei nach Rücksprache mit der Ethikkommission zu der Ansicht gekommen, dass derartige Bewirtungen nicht als "überzogene Werbung" zu werten seien, sagte sie.

Zum Auftakt ihrer Tagungen bestätigte die IOC-Exekutive als letzte Instanz die neue Medaillenverteilung im Springreiten von Athen 2004. Gold geht an den Brasilianer Rodrigo Pessoa, Silber an Chris Kappler (USA), Bronze an Marco Kutscher (Hörstel). Damit ist die Disqualifikation des Iren Cian O´Connor amtlich, dessen Pferd Waterford Crystal positiv getestet worden war. Das IOC folgt damit der Entscheidung des Weltverbandes FEI, nachdem die Einspruchsfrist für O´Connor abgelaufen war.

Hackl "Schorsch" will ins IOC

Der dreimalige Rodel-Olympiasieger Georg Hackl kann im Februar drittes deutsches IOC-Mitglied werden. Der 38-jährige Berchtesgadener wurde als einer von 15 Bewerbern akzeptiert, die sich während der Winterspiele 2006 in Turin als IOC-Athletenvertreter zur Wahl stellen dürfen. Das Mandat gilt für acht Jahre. Zwei der zwölf Positionen werden frei, abstimmen dürfen alle in Turin startenden Teilnehmer. Hackl war von den deutschen Aktivensprechern nominiert worden. Er wäre das dritte deutsche IOC-Mitglied neben Thomas Bach und Walther Tröger.

© SID

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