Prostituierte für Schiedsrichter
Bestechungsverdacht gegen FC Porto erhärtet

Champions-League-Sieger FC Porto soll in der heimischen Liga in der vergangenen Saison von den Schiedsrichtern bevorzugt worden sein. Im Zentrum der Ermittlungen steht der Klub-Präsident.

HB BERLIN. Champions-League-Sieger FC Porto soll beim Gewinn der portugiesischen Fußball-Meisterschaft in der vorigen Saison von bestochenen Schiedsrichtern profitiert haben. Dies geht nach Angaben der Wochenzeitung «Expresso» aus den Untersuchungen der Richterin Ana Cláudia Nogueira hervor, die in dem Korruptionsskandal die Ermittlungen leitete.

Danach steht der Präsident des FC Porto, Jorge Nuno Pinto da Costa, im Verdacht, für die «Betreuung» von Unparteiischen Prostituierte angeheuert zu haben. Bei einer Verurteilung wegen Bestechung drohe dem FC Porto der Zwangsabstieg in die 2. Liga, berichtete die Tageszeitung «Correio da Manhã» am Sonntag. Die Ligarivalen Benfica und Sporting Lissabon prüften bereits, ob sie Schadenersatz fordern sollen. Die Justiz schloss die Ermittlungen kürzlich ab, erhob aber bislang noch nicht offiziell Anklage.

Im Mittelpunkt des Interesses steht die Partie FC Porto gegen Estrela da Amadora (2:0), in der die Hafenstädter systematisch vom Schiedsrichtergespann bevorteilt worden sein sollen. «Expresso» berichtete, der Referee und dessen Linienrichter hätten eingeräumt, nach dem Spiel in einem Hotel die Dienste von Prostituierten in Anspruch genommen zu haben. Sie hätten aber nicht gewusst, wer die Frauen bezahlt habe.

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