Radsport 6-Tage-Rennen
Aldag und Zabel triumphieren in Dortmund

Rolf Aldag und Erik Zabel haben die 64. Auflage des Dortmunder Sechstagerennens gewonnen. Aldag, der nach der Saison seine Karriere beendet, zog durch seinen achten Triumph mit Rekordsieger Patrick Sercu gleich.

Die Zielgerade seiner langen Karriere hat Rolf Aldag (Beckum) beim 64. Dortmunder Sechstagerennen vergoldet. Mit nun acht Erfolgen bei der Traditionsveranstaltung hat der Westfale, der zum Saisonende zurücktritt, mit dem belgischen Rekordsieger Patrick Sercu gleichgezogen. Für seinen Partner Erik Zabel (Unna) war es in Dortmund immerhin schon der vierte Sixday-Triumph.

Aldag und Zabel verwiesen mit 287 Punkten die rundengleichen Schweizer Sechstage-Spezialisten Bruno Risi/Kurt Betschart (129) auf den zweiten Platz. Rang drei ging an Doppel-Olympiasieger Robert Bartko (Potsdam) und Andreas Beikirch (Titz), die mit 300 Zählern eine Runde zurücklagen. Damit verabschiedete sich Aldag mit einem Triumph vom heimischen Publikum. Der 37-Jährige beendet nach 15 Jahren seine Profikarriere und wechselt in die Kommunikations-Abteilung von T-Mobile.

Aldag: "Die Westfalenhalle ist mein Wohnzimmer"

Dementsprechend feierte Aldag seinen erneuten Triumph in Dortmund, genehmigte sich einen großen Schluck aus der Champagnerflasche, und ging unter "standing ovations" auf seine letzte Ehrenrunde. "Das ist einfach riesig, dass ich mit Ete hier noch einmal fahren und gewinnen konnte. Die Westfalenhalle ist mein Wohnzimmer. In Alpe d´Huez fährst du einmal an den Fans vorbei. Wirst du da abgehängt, rufen sie dir vielleicht noch ´Scheiß Millionäre´ hinterher, aber das war´s dann auch. Hier in Dortmund fährt man von 19.00 Uhr bis Mitternacht an sechs Tagen immer an den Leuten vorbei. Wenn du hier versagst, ist das eine Riesenstrafe", meinte der 37-Jährige in seiner gewohnt trockenen Art.

Erfolgreiches Ende einer "großen Jagd"

Versagt hatte Aldag wahrlich nicht. Bei der "großen Jagd" zum Abschluss demonstrierte der Hobby-Eishockeyspieler noch einmal das, was ihn in 15 Profi-Jahren so ausgezeichnet hatte. Mit der Tempohärte über eine lange Distanz machten Aldag und Zabel den Rundenrückstand gegenüber den Schweizer Spezialisten Risi und Betschart wett. "Wären wir Vierter geworden, hätte ich beantragt, dass wir noch eine siebte Nacht fahren", scherzte Aldag. "Er hat mir bei sovielen Rennen auf der Straße zur Seite gestanden und zu vielen Erfolgen verholfen. Das war für mich schon Motivation genug, mit ihm hier noch einmal zu gewinnen", meinte Zabel. Zum Ende kam sogar ein bisschen Wehmut beim Sprintstar auf: "Der deutsche Radsport wird Rolf als ehrliche Haut mit westfälischem Humor in Erinnerung behalten."

© SID

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