Radsport
Armstrong wirbt um starke Helfer

Radprofi Lance Armstrong treibt die Pläne für ein eigenes Team voran. Seine Krebsstiftung und der Sportkonzern Nike sollen dabei die Schlüsselrolle spielen.

ALPE DI SIUSI. Sportlich fährt US-Radprofi Lance Armstrong beim Giro d'Italia noch hinterher. Beim Teamzeitfahren zum Auftakt wurde sein Astana-Rennstall nur Dritter. Doch hinter den Kulissen hat der siebenmalige Gewinner der Tour de France die Radwelt wieder fest im Griff: Gemeinsam mit seinem Freund und sportlichen Leiter Johan Bruyneel könnte Armstrong das Astana-Team noch vor der diesjährigen Tour de France im Juli übernehmen. "Wir arbeiten an einer Lösung", sagte Bruyneel.

Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Rennstalls dürfte sich aber hinauszögern. Der Radsport-Weltverband UCI hat der Mannschaft bis zum 31. Mai Zeit gegeben, um ihre finanziellen Probleme zu lösen. An diesem Tag endet der Giro in Rom. "Wenigstens können wir das Rennen zu Ende fahren", zeigt sich Team-Manager Bruyneel erleichtert.

Bis dahin müssen die kasachischen Sponsoren - darunter unter anderem die Fluglinie Air Astana und die nationale Eisenbahngesellschaft - rund zwei Mio. Euro nachzahlen. Die Astana-Teamleitung hatte eine Bankgarantie in dieser Höhe in Anspruch genommen, um ausstehende Fahrergehälter zu begleichen. Zahlen die Kasachen nicht, droht der Weltverband dem Team mit Lizenzentzug.

UCI-Chef Pat McQuaid will sich am Freitag in der kasachischen Hauptstadt Astana selbst einen Eindruck von der Zahlungsbereitschaft der Sponsoren verschaffen. "Danach werden wir eine Entscheidung treffen", sagte er. Es ist zwar gut möglich, dass McQuaid in Astana zahlungswillige Geldgeber vorfindet. Doch diese könnten mittlerweile andere Pläne verfolgen: Sie wollen ein Team um den kasachischen Nationalhelden Alexander Winokurow an den Start bringen. Dabei hatte der noch bis August wegen Dopings gesperrte Radprofi das Astana-Team mit Unternehmen aus seiner Heimat erst ins Leben gerufen. Für den Herbst hat er seine Rückkehr in den Rennsport angekündigt.

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