Radsport Bahnrennen
Briten dominieren die Bahnrad-WM auf Mallorca

Am Schlusstag der Bahnrad-WM holten Victoria Pendleton (Keirin) und Chris Hoy (1000m-Zeitfahren) zwei weitere Goldmedaillen für das starke britische Team. Die deutsche Bilanz in Palma de Mallorca war enttäuschend.

Für die deutschen Bahnradsportler sind die Weltmeisterschaften in Palma de Mallorca mit dem zweitschlechtesten Ergebnis seit der Wiedervereinigung zu Ende gegangen. Auch am Schlusstag ging die Auswahl des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) leer aus. Symptomatisch war zum Abschluss der Wettkämpfe in der Palma Arena die Disqualifikation von Titelverteidigerin Christin Muche (Cottbus) im Keirin-Finale wegen Behinderung.

Damit blieb der deutschen Mannschaft, die zum Auftakt Silber durch Robert Bartko (Berlin) in der Einerverfolgung und Bronze durch die Teamsprinter gewann, nur der 12. Platz in der Nationenwertung - noch hinter Radsport-Entwicklungsländern wie Kuba, Tschechien oder Hongkong. Schlechter war das gesamtdeutsche Team nur in Melbourne 2004 (einmal Bronze). Dagegen fuhr Großbritannien eineinhalb Jahre vor den Olympischen Spielen in Peking alles in Grund und Boden und gewann gleich sieben Weltmeistertitel.

Pendleton holt letztes Gold für Großbritannien

Für das letzte britische Gold der Titelkämpfe auf Mallorca sorgte Victoria Pendleton, die im Keirin vor der Chinesin Shuang Guo und Anna Meares (Australien) gewann. Muche, im Vorjahr noch sensationell Weltmeisterin in Bordeaux, musste sich kampflos mit Platz sechs begnügen, nachdem sie Pendleton behindert hatte und damit disqualifiziert wurde. Von den weiteren deutschen Akteuren wurde Dana Glöß (Berlin) Elfte, Miriam Welte (Kaiserslautern), Jane Gerisch (Berlin) waren bereits frühzeitig gescheitert.

Unterdessen ist der Niederländer Theo Bos erneut zum König der Sprinter aufgestiegen. Der 23-Jährige besiegte den Franzosen Gregory Bauge in zwei Läufen. Bronze ging an Mickael Bourgain (Frankreich), der gegen den Briten Craig Maclean 2:0 gewann. Maximilian Levy (Cottbus) und Stefan Nimke (Schwerin) waren im Viertelfinale gescheitert.

Hoy holt den Titel im 1000m-Zeitfahren

Das Podium war auch im 1000m-Zeitfahren für die deutschen Männer unerreichbar. Levy fuhr in 1:03,368 Minuten auf den siebten Rang, der Erfurter Michael Seidenbecher (1:03,781) wurde Neunter. Den Titel holte der Brite Chris Hoy (1:00,999). Einen englischen Doppelsieg verhinderte dabei der Franzosen Francois Pervis (1:01,838), der knapp vor Jamie Staff (1:02,074) blieb.

Im Zweier-Mannschaftsfahren triumphierte das Schweizer Duo Franco Marvulli und Bruno Risi, das mit 14 Punkten die Niederländer Peter Schep/Danny Stam (13) und die tschechische Kombination Alois Kankovsky/Petr Lazar (11) auf die Plätze verwies. Guido Fulst (Berlin) und Leif Lampater (Schwaikheim) landeten eine Runde zurück mit fünf Zählern auf dem zehnten Rang.

Im Punktefahren der Frauen holte Katherine Bates aus Australien mit 35 Zählern den Titel vor der Dänin Mie Bekker Lacota (29) und Catherine Cheatley aus Neuseeland (27). Charlotte Becker aus Berlin (9) fuhr auf Rang acht.

© SID

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