Radsport Bahnrennen
Pollack und Kluge holen Bahnrad-Silber

Bei der Bahnrad-WM in Manchester haben Olaf Pollack und Roger Kluge überraschend Silber im Madison über 50km geholt. Die deutschen Frauen hingegen enttäuschten.

Bei den deutschen Frauen ist das Dilemma perfekt, dafür haben Olaf Pollack und Roger Kluge für einen Silberstreif gesorgt. Das Duo holte sich bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Manchester überraschend den zweiten Platz im Madison über 50km. Damit verbuchte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) nach zuvor drei Bronzemedaillen das erste Edelmetall in einer olympischen Disziplin.

Bei den Frauen sind dagegen die Olympia-Träume dahin. Erstmals seit Einführung der olympischen Frauen-Wettkämpfe auf der Bahn im Jahr 1988 wird keine deutsche Athletin in Peking an den Start gehen. Charlotte Becker verpasste in Manchester im Punktefahren die letzte vage deutsche Hoffnung auf ein Ticket und setzte damit die deutsche Pleitenserie mit dem Olympia-Aus von Robert Bartko und dem Bahn-Vierer fort.

Wohl sieben Athleten in China dabei

Gute Nachrichten gab es dagegen aus dem deutschen Sprintlager. Die "schnellen Männer" sicherten sich sowohl im Keirin als auch im Sprint einen zweiten Startplatz. Damit wird die deutsche Mannschaft aller Voraussicht nach mit einem Mini-Aufgebot von sieben Athleten die Reise nach Asien antreten: Fünf für den Kurzzeit- (Sprint, Keirin, Teamsprint), zwei für den Ausdauerbereich (Madison, Punktefahren).

Pollack (Kolkwitz) und Kluge (Cottbus) mussten sich mit 13 Punkten nur den Briten Mark Cavendish und Bradley Wiggins geschlagen geben. Das High-Road-Duo kam auf 19 Zähler. Dritter wurden die beiden Dänen Michael Morkov und Alex Rasmussen (11).

Neun Titel für Briten bedeuten Rekord

Damit gingen die britischen Festspiele auch am vierten Tag weiter. "Queen" Victoria Pendleton holte sich zudem den Titel im Sprint und im Keirin triumphierte Chris Hoy. Damit holten die Gastgeber bereits ihre Goldmedaillen Nummer sieben bis neun und übertrafen ihre Rekordausbeute von Mallorca (7) aus dem Vorjahr.

Becker belegte im Punktefahren mit vier Punkten lediglich den 16. Platz. Es hätte schon der Weltmeistertitel sein müssen, um sicher bei Olympia dabei zu sein. Die WM-Krone holte sich die Niederländerin Marianne Vos (33 Punkte) vor der Dänin Trine Schmidt (25) und Vera Carrara aus Italien (20).

Lange Rechnerei bringt positives Ergebnis

Im Sprint der Männer gab es dagegen einen zweiten Startplatz, nach langer Rechnerei mit den komplizierten UCI-Regelwerk kam die Bestätigung: Obwohl Maximilian Levy als bester Deutscher im Achtelfinale ausgeschieden war, hat sich Deutschland als eine der fünf besten Nationen ein zweites Ticket gesichert. Den Sprint hatte am Freitagabend Chris Hoy gewonnen.

Auch im Keirin ist alles klar. Carsten Bergemann schied zwar im Halbfinale aus, trotzdem gehört Deutschland zu den neun stärksten Nationen. Für den früheren 1 000-m-Weltmeister Stefan Nimke als zweiten deutschen Starter kam das Aus im Hoffnungslauf. Im Finale triumphierte Hoy vor Teun Mulder und Christos Volikakis (Griechenland).

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%