Radsport
Contador droht der Sturz vom Radsport-Thron

Es wird eng für Alberto Contador: Nach einer langen Untersuchung wegen seiner positiven Dopingprobe fordert der Weltradsport-Verband UCI nun ein Verfahren gegen den Spanier. Damit drohen Contador eine zweijährige Sperre und die Aberkennung des Toursieges.

Toursieger Alberto Contador droht der Sturz vom Radsport-Thron. Der Weltverband UCI schenkt der Verteidigungsstrategie des Spaniers im Zuge der positiven Dopingprobe während der Tour de France offenbar keinen Glauben und fordert die Einleitung eines Disziplinarverfahrens innerhalb von vier Wochen.

Der spanische Radsport-Verband RFEC will den Dopingfall Alberto Contador bis spätestens Mitte Februar abschließen. „Wenn wir ein Verfahren eröffnen, kann der Athlet seine Argumente vortragen. Für einen Fall wie diesen haben wir maximal drei Monate Zeit“, sagte RFEC-Präsident Carlos Castano der Sportzeitung Marca.

In der Vergangenheit hatte die RFEC bereits im Fall des erst nach Intervention des CAS gesperrten Alejandro Valverde bewiesen, dass sie Dopingfälle von prominenten Fahrern nur halbherzig verfolgt. Castano schlug sich nun ebenfalls auf Contadors Seite: „Ich würde mir wünschen, dass der Fall gut ausgeht. Aber nun muss sich das Wettkampfkomitee der Sache annehmen und eine faire Entscheidung treffen.“

Castano kritisierte zudem, dass der Verband sich nur bis zu drei Monate mit dem Fall beschäftigen darf. Man werde es in diesem Zeitraum nicht schaffen, alle Akten zu lesen. Die Dokumentation sei einfach zu umfangreich.

Der 27-Jährige Contador war am zweiten Ruhetag der Tour (21. Juli) positiv auf Clenbuterol getestet worden. Der Spanier hatte die positive Probe, die nur geringe Spuren der verbotenen Substanz aufgewiesen hatte, mit verunreinigtem Fleisch zu erklären versucht. Die UCI, die zunächst noch Partei für den Kletterkönig ergriffen hatte, sprach daraufhin eine vorläufige Sperre gegen Contador aus und reichte den Fall in Absprache mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) zur genaueren Untersuchung an die wissenschaftliche Abteilung weiter.

UCI fordert spanischen Verband zum Handeln auf

Und die Experten haben die Version Contadors offenbar widerlegt. "Am Ende einer langen und sorgfältigen Untersuchung, die von hochqualifizierten Wada-Experten durchgeführt wurde, und unter Berücksichtigung aller Informationen, ist die UCI zu dem Schluss gekommen, dass ein Disziplinarverfahren gegen Contador eröffnet werden sollte", hieß es in einer UCI-Pressemitteilung: "Die UCI hat heute den spanischen Radsport-Verband dazu aufgefordert, der in diesem Fall die Zuständigkeit hat. Es liegt nun in der Verantwortung des Verbandes zu entscheiden, ob Alberto Contador gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen hat."

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