Radsport Deutschland-Tour
Ciolek sprintet auch in Regensburg zum Sieg

Auch auf der siebten Etappe der Deutschland-Tour hatte Gerald Ciolek die schnellsten Beine. Der T-Mobile-Profi gewann nach 192,2 Kilometern von Kufstein nach Regensburg den Massensprint wie am Vortag.

T-Mobile-Sprinter Gerald Ciolek hat sein Vorbild Erik Zabel erneut auf die Plätze verwiesen und wie am Vortag in überlegener Manier die siebte Etappe der Deutschland-Tour gewonnen. Der 20-Jährige setzte sich auf dem siebten Teilstück über 192,2km von Kufstein nach Regensburg im Massensprint vor Zabel und dem Spanier Jose Joaquin Rojas Gil durch. Jens Voigt erreichte im Hauptfeld das Ziel und verteidigte sein Gelbes Trikot erfolgreich.

Für Ciolek war es bereits der sechste Saisonsieg. Erst am Mittwoch hatte der U23-Weltmeister in Kufstein die Konkurrenz düpiert. "Heute ging es darum, in der letzten Kurve vorne dabei zu sein. Das habe ich geschafft", sagte Ciolek. Zabel muss dagegen weiter auf seinen 200. Sieg in einem UCI-Rennen warten.

Zabel übernimmt Führung in Sprintwertung

Obwohl der 37-Jährige den Sieg verpasste, hatte er trotzdem Grund zu jubeln. Der Milram-Sprinter löste den Spanier Rojas Gil an der Spitze der Sprintwertung ab. Beide liegen mit 78 Punkten zwar gleichauf. Da Zabel aber die Etappe in Offenburg gewann, darf er sich das Rote Trikot überstreifen.

Das Gelbe Trikot von Voigt war auf der längsten Etappe der Tour nicht in Gefahr, stattdessen konnte der CSC-Profi Kräfte für das Einzelzeitfahren am Freitag in Fürth schonen. Bereits kurz nach dem Grenzübertritt von Österreich nach Deutschland versuchte eine fünfköpfige Spitzengruppe bestehend aus Wiesenhof-Profi Christian Leben (Hannover), den beiden Esten Rene Mandri und Erki Pütsep, dem Schweizer Florian Stalder sowie Raivis Belohvosciks aus Lettland ihr Glück, wurde aber 15km vor dem Ziel wieder eingeholt.

Voigt: "Noch ist alles möglich"

Voigts Mannschaft musste dabei nicht einmal groß arbeiten, das übernahmen derweil die Sprinterteams. So konnte sich der Mann in Gelb ganz auf das 33,1km lange Zeitfahren in Fürth am Freitag konzentrieren. Der 35-Jährige, der im Vorjahr den Kampf gegen die Uhr überlegen gewonnen hatte, geht mit einem Vorsprung von 33 Sekunden auf den Spanier David Lopez Garcia auf die Strecke.

Viel wichtiger ist aber das Polster von 1:31 Minuten auf Discovery-Kapitän Levi Leipheimer, der das abschließende Zeitfahren bei der Tour de France vor zwei Wochen noch dominiert hatte. "Ich möchte gern glauben, dass es reicht, aber noch ist alles möglich", sagte Voigt.

Das Einzelzeitfahren dürfte die letzte Hürde für Voigt auf dem Weg zum zweiten Triumph nach 2006 sein. Die letzte Etappe der Deutschland-Tour am Samstag über 143,1km von Einbeck nach Hannover ist dann wohl wieder eine Angelegenheit der Sprinter.

© SID

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