Radsport Deutschland-Tour
Förster sprintet zum Auftakt-Sieg

Gerolsteiner-Profi Robert Förster hat die erste Etappe der Deutschland-Tour gewonnen. Der 29-Jährige setzte sich nach 183,7km rund um Saarbrücken im Massensprint vor Danilo Napolitano und Erik Zabel durch.

Gerolsteiner-Profi Robert Förster hat auf der ersten Etappe der Deutschland-Tour die Konkurrenz buchstäblich im Regen stehen lassen, Erik Zabel muss dagegen weiter auf seinen 13. Etappensieg warten. Förster holte sich nach 183,7km rund um Saarbrücken im Massensprint den Sieg vor dem Italiener Danilo Napolitano und Zabel. Förster ist durch seinen Tagessieg zugleich erster Träger des Gelben Trikots als Führender der Gesamtwertung.

"Das ist ein ganz wichtiger Sieger für uns, auch im Hinblick auf die anstehende Entscheidung des Sponsors. Es ist alles optimal gelaufen, die Mannschaft ist stark für mich gefahren. Als Deutscher in einem deutschen Team in Deutschland zu gewinnen, sagt alles über die Wichtigkeit", meinte Förster, der erstmals bei der Deutschland-Tour eine Etappe gewann.

Zabel fährt dagegen seinem ersten Etappensieg nach über vier Jahren bei der Deutschland-Tour weiter hinterher. Am 3. Juni 2003 hatte er in Altenburg letztmals ein Teilstück gewonnen. Mit zwölf Etappensiegen ist der 37-Jährige aber immer noch Rekordhalter der Rundfahrt.

Lange Zeit hatte eine dreiköpfige Fluchtgruppe das Rennen bestimmt. Der Slowene Matej Muggerli (Liquigas), der Niederländer Maarten den Bakker (Skil Shimano) und der Österreicher Philipp Ludescher (Volksbank) waren nach rund 40km ausgerissen und hatten zwischenzeitlich einen Vorsprung von zehn Minuten herausgefahren. Während Ludescher wieder abreißen lassen musste, blieb das Duo bis zehn Kilometer vor dem Ziel an der Spitze, ehe das Hauptfeld die Ausreißer wieder schluckte.

Für Missstimmung hat unterdessen das österreichische Team Elk Haus Simplon gesorgt. Das zweitklassige Team war trotz einer Ausladung durch die Veranstalter der Deutschland-Tour am Freitag in Saarbrücken an den Start gegangen. Der Rennstall, der nur durch eine Wildcard ins Hauptfeld gerutscht war, hatte am Donnerstag per Einstweiliger Verfügung vor einem Hamburger Gericht seinen Start eingeklagt.

Die Organisatoren haben inzwischen Einspruch gegen den Bescheid eingelegt. Möglicherweise wird die Mannschaft noch während der Deutschland-Tour aus dem Rennen genommen. "Es gibt ein Reglement, aber manchmal steht das Gesetz darüber. Das ist ärgerlich", sagte Tour-Chef Kai Rapp. Am Mittwoch (14.00 Uhr) wird in Hamburg über den Einspruch entschieden.

Hintergrund der Ausladung ist die Tatsache, dass die Mannschaft die vom Veranstalter geforderte Ehrenerklärung nicht fristgerecht unterschrieben hatte. "Vor drei Tagen haben wir alle unterschrieben. Das Problem war, dass unser Manager im Urlaub war. Der Fehler liegt beim Veranstalter. Er hätte die Erklärungen anfordern müssen", behauptete Elk-Profi Jochen Summer vor dem Start. Rapp wies die Schuld von sich: "Es zeigt sich, dass das Team noch nicht professionell strukturiert ist."

Unterdessen fährt das Team Saunier Duval ohne den Italiener Leonardo Piepoli. Dem Bergspezialisten war bei einer Probe beim Giro d'Italia am 14. Juni ähnlich wie im Fall Petacchi der Gebrauch des Asthma-Mittels Salbutamol nachgewiesen worden. Das Verfahren gegen Piepoli, der die Einnahme mit einer ärztlichen Genehmigung begründet, läuft noch.

Am Samstag dürfte sich die Gesamtwertung der Deutschland-Tour stark verändern. In Bretten steht das Mannschaftszeitfahren über 42,2km auf dem Programm. Großer Favorit auf den Sieg im ersten Teamzeitfahren der Deutschland-Tour-Geschichte ist der CSC-Rennstall um Vorjahressieger Jens Voigt (Berlin).

© SID

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