Radsport Deutschland-Tour
Meister Ciolek feiert Etappensieg in Schweinfurt

Der deutsche Meister triumphiert bei der Deutschland-Tour. Gerald Ciolek vom Team Wiesenhof gewann die dritte Etappe nach Schweinfurt im Sprint vor Altmeister Erik Zabel und Andre Greipel.

Des einen Freud ist des anderen Leid. Während die Pechsträhne von Erik Zabel weiter anhält, hat Youngster Gerald Ciolek die dritte Etappe der Deutschland-Tour gewonnen. Der 19-Jährige, der 2005 schon überraschend deutscher Meister geworden war, bewies nach 203,3km von Witzenhausen nach Schweinfurt das bessere Stehvermögen und verwies Deutschlands Ausnahmesprinter Zabel sowie T-Mobile-Profi Andre Greipel (Kritzmow) auf die Plätze zwei und drei.

"Einfach nur geil"

"Mein zweiter Profisieg, mein erster auf der Protour - einfach nur geil", meinte ein überglücklicher Ciolek, der bereits wenige Meter hinter dem Zielstrich von Zabel beglückwünscht wurde. Der Fahrer vom Team Wiesenhof gilt als große deutsche Sprinthoffnung und wird aller Voraussicht nach in der kommenden Saison für das T-Mobile-Team fahren.

"Die Strecke war ideal für mich. Das war eine lange Zielgerade mit nur wenigen Kurven. Im Sprint war am Hinterrad von Zabel ein Riesengedränge. Da habe ich mir eine andere Alternative gesucht", sagte der Kölner.

Zabel jetzt zeitgleich mit Gusew

Zabel war durch den zweiten Platz gleich doppelt im Pech, denn der Milram-Sprinter verfehlte zudem das Gelbe Trikot des Gesamtersten hauchdünn. Der frühere Vizeweltmeister, der insgesamt zwölf Sekunden an Zeitbonifikationen gesammelt hatte, ist nun zeitgleich mit dem Russen Wladimir Gusew Zweiter. Auf Platz drei folgt T-Mobile-Profi Linus Gerdemann.

Bereits bei den ersten beiden Etappen hatte Zabel in Bielefeld und Goslar den Sieg vor Augen, musste sich aber am Ende mit den Plätzen drei und vier begnügen. So wartet der 36-Jährige weiter auf seinen 13. Etappensieg bei der Deutschland-Tour und den ersten bedeutenden Erfolg im Milram-Trikot.

Auf der Fahrt in Richtung Bayern hatte sich lange Zeit der Italiener Marco Pinotti in Szene gesetzt. Bereits bei Kilometer 35 ergriff der Fahrer vom Team Saunier Duval die Flucht und fuhr knapp 140km an der Spitze. Sein Vorsprung betrug zwischenzeitlich neun Minuten. Als das Peloton allerdings auf das Tempo drückte, war das Unterfangen beendet.

© SID

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