Radsport Deutschland-Tour
Voigt vor Gesamtsieg bei Deutschland-Tour

Jens Voigt steht vor dem Gewinn der 30. Deutschland-Tour. Der Berliner baute einen Tag vor der Schlussetappe mit einem Sieg im Einzelzeitfahren über 38,2km rund um Bad Säckingen seine Führung im Gesamtklassement weiter aus.

Der CSC-Profi fuhr bei seinem 49. Profisieg in 45:03 Minuten im Kampf gegen die Uhr die klare Bestzeit. Zweiter wurde der Ungar Laszlo Bodrogi 1:03 Minuten zurück, gefolgt vom eine Sekunde langsameren deutschen Zeitfahrmeister Sebastian Lang. Vor der abschließenden Flachetappe liegt Voigt nun 1:38 Minuten vor Gerolsteiner-Profi und Titelverteidiger Levi Leipheimer, der im Kampf gegen die Uhr nur Fünfter wurde. Dritter im Gesamtklassement ist der Kasache Andrej Kaschechkin 2:23 Minuten zurück.

Voigt: "War super motiviert"

"Ich war super motiviert. Das war vielleicht meine letzte Chance, einmal die Deutschland-Tour zu gewinnen. Deshalb habe ich alles rausgeschmissen, was ich hatte", sagte Voigt und ergänzte: "Durch das flache Profil war ich gegenüber Levi im Vorteil. Diese Strecke kam mir schon sehr entgegen."

Um 15:53 Uhr, zwei Minuten nach Leipheimer, war Voigt als letzter Fahrer mit einem Vorsprung von 24 Sekunden auf den härtesten Konkurrenten von der Rampe gegangen. Bereits bei der ersten Zwischenzeit nach 10,6km hatte er für klare Verhältnisse gesorgt, als er bereits 19 Sekunden schneller als Leipheimer gestoppt wurde. Zur Hälfte der Strecke war der Vorsprung auf über eine halbe Minute angewachsen, im Ziel hatte er den Amerikaner um 1:14 Minuten distanziert.

Voigt unterstrich damit nochmals seine tolle Form bei der Deutschland-Tour, die er 2004 schon einmal als Zweiter beendet hatte. Der Dänemark-Legionär zeigte in den letzten Tagen ungeahnte Kletterqualitäten im Hochgebirge, als er auf dem Arlbergpass auf 1 762 Meter Höhe triumphierte. Zuvor hatte er schon die Flachetappe nach Goslar gewonnen.

Lang mit Pech zum Schluss

Gerolsteiner-Profi Lang wurde von einem offiziellen Fahrzeug um den zweiten Platz gebracht. Der Fahrer hatte den Erfurter im Rückspiegel nicht bemerkt, was Lang wichtige Sekunden kostete. "Ich hoffe, dass die Verantwortlichen etwas unternehmen. Das war nicht in Ordnung", schimpfte Lang. Dennoch zeigte sich der Zeitfahrspezialist von seiner 180-km-Flucht mit Erik Zabel am Vortag gut erholt.

Am Mittwoch endet die 30. Deutschland-Tour nach 1 358,4km in Karlsruhe. An der Reihenfolge im Gesamtklassement dürfte sich allerdings nicht mehr viel ändern, da es von Bad Krozingen bis in die badische Metropole überwiegend durch flaches Terrain geht.

© SID

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