Radsport Deutschland-Tour
Voigt wiederholt Sieg bei der Deutschland-Tour

Zum zweiten Mal nach 2006 hat Jens Voigt die Deutschland-Tour gewonnen. Der 35-Jährige vom CSC-Team ließ sich das Gelbe Trikot auf der neunten Etappe nicht mehr nehmen. Auf dem letzten Teilstück siegte Gerald Ciolek.

Jens Voigt konnte seinen Vorjahreserfolg wiederholen. Der 35-jährige Radprofi vom CSC-Team hat zum zweiten Mal nach 2006 die Deutschland-Tour gewonnen. Voigt ließ sich auch auf der neunten und letzten Etappe über 143,1km von Einbeck nach Hannover das Gelbe Trikot nicht mehr nehmen. T-Mobile-Sprinter Gerald Ciolek eroberte den letzten Tagessieg im Massensprint vor Erik Zabel und erzielte damit seinen dritten Etappengewinn bei der diesjährigen Rundfahrt.

Jens Voigt hatte bereits am Freitag in Fürth mit dem Sieg im Einzelzeitfahren letzte Zweifel über seinen Gesamtsieg beseitigt. Der gebürtige Mecklenburger beendete die Rundfahrt nach 1 292,5km mit einem Vorsprung von 1:57 Minuten vor dem amerikanischen Tour-Dritten Levi Leipheimer. Dritter wurde 2:10 Minuten zurück der Spanier David Lopez Garcia, der Sieger der Königsetappe in Sölden.

"Schwieriger als im Vorjahr"

"Jeder Sieg ist schön. Aber bei so einem großen Rennen in Deutschland vorn zu sein, bereitet doppelt so viel Freude", sagte Voigt und ergänzte: "Diesmal war es aber schwieriger als im Vorjahr. Ich war nicht so stark und stand unter Druck. Zudem kam es mir im letzten Jahr entgegen, dass keiner mit mir gerechnet hatte."

Aber auch so war Voigt auf den neun Etappen eine Klasse für sich. Sowohl im Einzel- als auch im Mannschaftszeitfahren mit dem CSC-Team holte sich der Allrounder den Sieg. Zudem zeigte Voigt mit dem zweiten Platz auf der Königsetappe zum 2671m hohen Rettenbachferner hinauf, dem höchsten Punkt der Tour, ungeahnte Kletterqualitäten.

Fest in deutscher Hand

Aber auch sonst war die Deutschland-Tour 2007 fest in deutscher Hand. T-Mobile-Sprinter Gerald Ciolek überragte mit drei Etappensiegen, Gerolsteiner-Profi Robert Förster und Vize-Weltmeister Erik Zabel gewannen je ein Teilstück. Zudem sicherte sich Erik Zabel die Sprintwertung. Der Milram-Kapitän profitierte allerdings davon, dass der Spanier Jose Joaquin Rojas Gil zur Schlussetappe nicht mehr angetreten war. Der Fahrer vom Team Caisse d"Epargne, der bis dato gleichauf mit Zabel lag, wollte sich für die Cyclassics in Hamburg am Sonntag schonen.

Auf der letzten Etappe nach Hannover bestimmte lange Zeit eine vierköpfige Spitzengruppe, bestehend aus dem Hannoveraner Grischa Niermann, dem Österreicher Harald Totschnig, Matthew Lloyd aus Australien und dem Franzosen Pierre Drancourt, das Geschehen. Doch die Sprinterteams machten 9km vor dem Ziel den Fluchtversuch erneut zunichte.

Massensprint zum Abschluss

So ging die zehnte Auflage der Deutschland-Rundfahrt seit der Wiederbelebung im Jahre 1999 erwartungsgemäß mit einem Massensprint zu Ende. Ob und wo sie im nächsten Jahr wieder startet, ist dagegen fraglich. Die nächste Auflage ist aufgrund der unsicheren Situation bezüglich der Sponsoren und der TV-Übertragung noch nicht gesichert. Sollte Deutschlands einzige Protour-Rundfahrt stattfinden, würde sich der Termin aufgrund der Olympischen Spiele in Peking auf Ende August verschieben.

© SID

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