Radsport DM
T-Mobile will den Titel auch ohne Ullrich zurück

Bei der deutschen Meisterschaft der Straßenprofis in Klingenthal will sich das Team T-Mobile den Titel zurückholen. Nicht dabei sein wird Topstar Jan Ullrich, der sich ganz auf die Tour de France konzentrieren will.

Das Team T-Mobile will sich bei der deutschen Meisterschaft der Straßenprofis den Titel zurückholen, um so die Scharte aus dem vergangenen Jahr vergessen zu lassen. Damals gewann der 18 Jahre alte Außenseiter Gerald Ciolek (Wiesenhof). Verzichten muss der Bonner Rennstall bei der Titeljagd heute allerdings auf seinen Topstar Jan Ullrich, der sich ganz auf die Tour de France konzentrieren will.

Diesmal lässt der schwere Kurs um Klingenthal kaum eine erneute Überraschung erwarten. Auf den 206,5km durch das Vogtland geht es in jeder der sieben Runden hinauf zum Wintersportort Mühlleithen (950m). Keine Hochgebirgswand, aber doch eine Herausforderung, bei der sich nur die ganz Harten durchsetzen können.

Auch Gerolsteiner will angreifen

Das Team Gerolsteiner, international längst auf Augenhöhe mit T-Mobile, will nach dem Doppelsieg am Freitagnachmittag im Zeitfahren durch Meister Sebastian Lang und den geschlagenen Titelverteidiger Michael Rich am Wochenende endlich auch seinen ersten "richtigen" Meister stellen. "Das würde uns ein Jahr lang ganz gut schmücken", weiß Teamchef Hans-Michael Holczer nur zu gut. Mit "Giro-Held" Stefan Schumacher sowie den Tour-Teilnehmern Markus Fothen, Ronny Scholz und Fabian Wegmann hat die Eifel-Truppe vier Trümpfe im Ärmel.

Aber auch ohne Ullrich muss sich die Bonner Konkurrenz nicht verstecken. Manager Olaf Ludwig setzt vor allem auf das Duo der Youngster Linus Gerdemann und Patrik Sinkewitz. Für Andreas Klöden soll das Rennen dagegen eher ein letzter Härtetest vor der Frankreich-Rundfahrt sein.

Lachender Dritter möchte wie schon im Frühjahr bei Rund um Köln (Christian Knees) das Team Milram werden. Erik Zabel hat mehrmals bewiesen, dass er mittlere Anstiege mitgehen kann, doch noch mehr bauen die Deutsch-Italiener diesmal auf Björn Schröder, der nach guter Tour de Suisse auch in Frankreich an den Start gehen soll.

Vogt geht als Einzelkämpfer an den Start

Wenn einer den deutschen Rennställen das Prestige-Trikot vor der Nase wegschnappen kann, dann ist es Einzelkämpfer Jens Voigt. Der 34-jährige Mecklenburger scheint stärker als je zuvor, was nicht zuletzt sein zweiter Platz auf der Königsetappe des Giro bewies. "Dem Jens ist alles zuzutrauen", meint nicht nur Milrams sportlicher Leiter Jan Schaffrath.

Jörg Jaksche, auf den der Kurs auch zugeschnitten gewesen wäre, verzichtet auf einen Start. Der Ansbacher will wie Ullrich den Tour-Countdown nicht unterbrechen, nachdem sein Team Astana-Würth am Donnerstag endlich grünes Licht für den Start erhielt.

Außer Zabel stehen alle Sprinter wohl auf verlorenem Posten. Das gilt für Titelverteidiger Ciolek ebenso wie für Danilo Hondo (Lamonta), obwohl der 32-Jährige nach der vorläufigen Aufhebung seiner Dopingsperre zu gern zum zweiten Mal Meister werden würde.

Trixi Worrack und Claudia Häusler Favoritinnen bei den Damen

Auch bei den Frauen, die bereits am Samstag über 118 km an den Start gehen, dürfte der Rundkurs zu schwer für Titelverteidigerin und Weltmeisterin Regina Schleicher sein. Trotzdem stellt die Equipe Nürnberger mit Trixi Worrack und Claudia Häusler die Favoritinnen, denn Ex-Weltmeisterin Judith Arndt (T-Mobile) ist durch eine Handverletzung gehandicapt.

Aus diesem Grund verzichtete Arndt am Freitag auf ihre Titelverteidigung bei der Zeitfahr-DM in Forst. Den Kampf gegen die Uhr nach 30km entschied in Brandenburg Charlotte Becker aus Unna für sich.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%