Radsport Doping: Anwälte machen Landis Hoffnung auf Freispruch

Radsport Doping
Anwälte machen Landis Hoffnung auf Freispruch

Der wegen Dopings angeklagte Tour-de-France-Sieger Floyd Landis kann weiter auf einen Freispruch hoffen. Seine Anwälte haben einige Verfahrensfehler im Pariser Anti-Doping-Labor entdeckt.

Es gibt neue Hoffnung für Floyd Landis: Eine Reihe von Verfahrensfehlern im Pariser Anti-Doping-Labor eröffnet dem Tour-de-France-Sieger aus den USA nach Sicht seiner Anwälte die Chance auf einen Freispruch.

Laut Los Angeles Times wurden A- und B-Probe des Radsport-Stars bei der Tour de France von den gleichen Labormitarbeiterinnen untersucht, was gegen die Regeln verstoße. Der gleiche Fehler habe bereits 2005 zum Freispruch für den spanischen Radprofi Inigo Landaluze geführt. Damals sollen die Richter erklärt haben, es sei verboten, dass beide Proben von den gleichen Personen ausgewertet werden dürften.

Außerdem soll das Gerät, das die positive Testosteron-Probe zu Tage förderte, angeblich entgegen der Hersteller-Vorschriften repariert und mit der Software für ein fremdes Gerät versehen worden sein. Dies könne zu falschen Messergebnissen führen, so die Anwälte.

Landis droht eine Zwei-Jahres-Sperre

Landis hofft ab 14. Mai vor der US-Antidoping-Agentur Usada auf Freispruch, bei einem Schuldspruch würde ihn eine Zwei-Jahres-Sperre erwarten. Der 31-Jährige, der gegenüber der französischen Anti-Doping-Agentur (Afld) seinen Verzicht auf die Teilnahme an der Tour de France 2007 und auch sämtlichen anderen Rennen in Frankreich erklärt hatte, muss Ende Juni auch zur Anhörung bei Afld antreten.

Der Toursieg 2006 kann Landis nur durch den Rad-Weltverband UCI aberkannt werden, wobei für die UCI nur das Verfahren in den USA maßgebend ist. Der Phonak-Profi war auf der letzten Alpenetappe positiv getestet und nach Bestätigung durch die B-Probe vorläufig gesperrt worden. Sein Schweizer Rennstall hatte sich zum Ende der Saison aufgelöst.

© SID

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