Radsport Doping
Beweise im Fall Ullrich offenbar freigegeben

Die spanische Justiz hat die Beweise im Fall des dopingverdächtigen Radprofis Jan Ullrich offenbar freigegeben. Der Ex-T-Mobile-Profi hat für Montag eine Presseerklärung angekündigt.

Die Beweise in der Dopingaffäre um Jan Ullrich sind offenbar von der spanischen Justiz freigegeben worden. Dies berichtete die Süddeutsche Zeitung zwei Tage vor dem Pressetermin, zu dem der ehemalige T-Mobile-Kapitän für Montag in Hamburg eingeladen hat.

Sie beruft sich dabei auf ein Madrider Gericht und die spanische Zeitung El Pais. Die Justizbehörden haben demnach Ullrichs Einspruch gegen die Aushändigung der Blutbeutel abgelehnt, die mit JAN und Hijo Rudicio (Sohn von Rudicio, offenbar Bezugnahme auf Ullrichs ehemaligen Betreuer Rudy Pevenage) beschriftet sind.

Baldiger Abgleich der Speichelproben geplant

Laut SZ spricht nach den Worten des für den "Fall Ullrich" zuständigen Bonner Staatsanwalts Fred Apostel nichts mehr gegen einen baldigen Abgleich mit der Speichelprobe, die der ehemalige Tour-de-France-Sieger am 31. Januar in Konstanz abgab. Sie befindet sich beim Bundeskriminalamt Wiesbaden. Kommt es zum Abgleich mit den spanischen Konserven, dann sind die durch Schweizer Behörden blockierten Beweismittel offenbar nicht mehr von entscheidender Bedeutung.

Ullrich, der jede Verwicklung in die spanische Affäre bestreitet, ist weiter ohne Profilizenz und hat für 2007 noch keinen Rennstall gefunden. Laut Sport-Bild will er zum zweitklassigen österreichischen Radsport-Team Volksbank wechseln. Unklar sei nur noch, ob der 33-Jährige dort als Fahrer oder als sportlicher Leiter einsteige.

© SID

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