Radsport Doping
Brüssel "nicht zuständig" für Kaschetschkin-Klage

Im Prozess um die Rechtmäßigkeit von unangemeldeten Dopingtests hat Andrej Kaschetschkin einen Dämpfer erhalten. Das Gericht in Brüssel sah sich als "nicht zuständig" an und verwies auf den UCI-Sitz Schweiz.

Der des Dopings überführte Radprofi Andrej Kaschetschkin muss bei seinem Kampf gegen die UCI eine Umleitung nehmen: Der Kasache soll seine Klage gegen den Weltverband an einem Gericht in der Schweiz verhandeln lassen. Dies entschied ein Gericht in Kaschetschkins Wahlheimat Lüttich, das sich am Mittwoch aus "territorialen Gründen" als "nicht zuständig" für den Fall des Kasachen erklärte, der die generelle Zulässigkeit von Dopingtests auf den Prüfstand stellen will. Die Verhandlungen sollten im Land des UCI-Sitzes (Aigles/Schweiz) geführt werden.

Der frühere Astana-Fahrer Kaschetschkin war bei einer Trainingskontrolle nach der Tour de France im Türkei-Urlaub des Blutdopings überführt worden. Die drohende Sperre von zwei Jahren will Kaschetschkin nicht akzeptieren und nun stattdessen die Rechtmäßigkeit von unangemeldeten Dopingtests grundsätzlich klären lassen. Er behauptet, dass diese gegen die Persönlichkeitsrechte verstoßen.

Bosman-Anwalt vertritt Kaschetschkin

Der Richter in Lüttich wies Kaschetschkin jedoch daraufhin, dass er mit der Unterschrift bei der Beantragung seiner Profilizenz zugestimmt habe, die Statuten und auch die Anti-Doping-Maßnahmen der UCI zu respektieren. Anwalt des Radprofis ist Luc Misson, der einst den Fußballer Jean-Marc Bosman vertrat und 1995 das "Bosman-Urteil" erwirkte.

© SID

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