Radsport Doping
Contador reichte Dokumente ein

Alberto Contador will offenbar gegen seine vorläufige Sperre der UCI vorgehen und hat Dokumente beim spanischen Radsport-Vernad eingereicht, die seine Fleisch-These untermauern.

Der dreimalige Toursieger Alberto Contador hat offenbar Dokumente beim spanischen Radsport-Verband Rfec eingereicht, die angeblich untermauern, dass kontaminiertes Fleisch Ursache seines positiven Doping-Resultats ist. Dies haben ihm nahestehende Personen, die anonym bleiben wollten, der britischen Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Der Spanier hatte seine positive A- und B-Probe auf die verbotene Substanz Clenbuterol am zweiten Ruhetag der Tour de France mit verunreinigtem Fleisch zu erklären versucht. Diese Version hatte die spanischen Fleischindustrie zurückgewiesen. In der EU sei in der jüngsten Vergangenheit kein Fall von Clenbuterol mehr aufgetreten.

Keine Beweise in der Metzgerei

Auch die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) schenkt der These Contadors nicht allzu viel Glauben. Man habe Untersuchungen in der betroffenen Metzgerei in Nordspanien durchgeführt, aber keine Beweise für die Verwendung des illegal zur Kälbermast verwendeten Mittels gefunden. Auch in der Schlachterei, die den Metzger beliefert, waren nach Wada-Angaben keine Hinweise zu entdecken.

Der Radsport-Weltverband UCI, der eine vorläufige Sperre gegen Contador ausgesprochen hat, leitete den Fall Anfang November an den spanischen Radsport-Verband weiter. Dieser muss nun über eine mögliche Sperre des 27-Jährigen entscheiden. Sollte der Rfec Contador freisprechen, hätten UCI und Wada noch die Möglichkeit, vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch einzulegen.

© SID

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