Radsport Doping
Danilo Hondo muss weiter zuschauen

Für Danilo Hondo ist die Radsport-Saison bereits beendet. Das Kantonsgericht Waadt hat die Verlängerung der Doping-Sperre für den Radprofi bestätigt. Hondo reagierte in einer ersten Stellungnahme mit Unverständnis.

Radprofi Danilo Hondo bleibt gesperrt. Das Kantonsgericht Waadt folgte der Maßnahme des Rad-Weltverbandes UCI, Hondo über den 31. März 2007 hinaus für weitere zehn Monate auszuschließen.

Der Cottbuser war in der Saison 2006 nur für wenige Wochen nicht gestartet, weil das Schweizer Bundesgericht die Sperre in der übrigen Zeit vorübergehend ausgesetzt hatte. Die Auffassung der UCI war durch ein Gutachten des Obersten Sportgerichtshofes CAS gestützt worden, wonach die gegen den Fahrer ab dem 1. April 2005 verhängte Zwei-Jahres-Sperre auch "effektiv"über diesen Zeitraum greifen müsse.

"Meine Familie und ich sind zutiefst enttäuscht, wir haben diesen endlosen Gerichtsmarathon satt. Ich kann die Entscheidung in keiner Weise nachvollziehen", sagte Hondo der heimischen Lausitzer Rundschau.

Hondo-Anwalt will Einspruch einlegen

Eine Begründung läge ihm und seinem Heidelberger Rechtsanwalt Michael Lehner noch nicht vor. "Wir werden umgehend Einspruch einlegen, da für meine Anwälte und mich die Begründung ein unerlässlicher Punkt ist, die Entscheidung des Gerichts verstehen zu können", teilte Hondo weiter mit.

Hondo war Anfang März 2005 bei der Murcia-Rundfahrt zweimal positiv auf die Stimulans Carphedon getestet und wenig später von seinem damaligen Team Gerolsteiner entlassen worden. Nach der Aufhebung der Sperre startete der Wahl-Schweizer 2006 für das drittklassige deutsche Lamonta-Team und gewann unter anderem Etappen bei Friedenfahrt und Regio-Tour. Diese Erfolge und damit verbundene Siegprämien wurden bereits annulliert.

Für 2007 hat der 33-Jährige einen Vertrag beim italienischen Zweitliga-Rennstall Tinkoff erhalten, der aber nun gegenstandslos sein dürfte. An ein Ende der Karriere denkt Danilo Hondo aber nach dem Rückschlag nicht: "Am Ende ist die Strafe von zwei Jahren auf fast drei verlängert worden. Auf gar keinen Fall werde ich an dieser Stelle Schluss machen und aufgeben. Sicher ist, dass ich spätestens in der Saison 2008 wieder am Start stehen werde."

© SID

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