Radsport Doping
Eidgenossen ermitteln weiter gegen Ullrich

Das Zittern geht für Jan Ullrich weiter. Die Schweizer Fachkommission für Doping setzt ihre Ermittlungen gegen den Ex-T-Mobile-Star fort. Über eine Anklage werde aber nicht vor Anfang kommenden Jahres entschieden.

Jan Ullrich droht in seiner Wahlheimat weiter Ungemach: Die Schweizer Fachkommission für Doping setzt ihre Ermittlungen gegen den ehemaligen T-Mobile-Star fort. Über eine Anklage werde aber nicht vor Anfang kommenden Jahres entschieden, erklärte der zuständige Sachbearbeiter Bernhard Welten gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Grund der Verzögerung sei die Ankündigung der Justizbehörden in Deutschland und Spanien über Zusendung der angeforderten weiteren Unterlagen bis Januar. Erst danach werde das "Dossier Ullrich" an die Disziplinarkammer von Swiss Olympic weitergegeben, die dann über die Einleitung eines Verfahrens zu entscheiden habe.

Die Doping-Fachkommission sehe keinen Anlass zur Einstellung der Ermittlungen, sagte Welten. Die Auflage des Gerichts in Madrid, die Untersuchungsergebnisse in der Dopingaffäre "Operacion Puerto" vorerst nicht zu verwerten, könne aus Schweizer Sicht nur für das Strafrecht gelten. "Wir aber befinden uns im Privatrecht", so Welten.

Jaksche könnte wieder fahren

Während der 32-jährige Ullrich seit seinem Austritt aus dem Schweizer Verband ohne Profi-Lizenz ist, könnte der Ansbacher Jörg Jaksche ab sofort wieder starten. Österreichs Verband wird laut Generalsekretär Rudolf Massak vorerst kein Verfahren gegen den 30-Jährigen einleiten, der ebenfalls in den spanischen Skandal verwickelt sein soll. Man werde den Fall aber möglicherweise wieder aufgreifen, wenn neue Erkenntnisse vorlägen.

Dennoch bleibt die sportliche Situation des in Kitzbühel wohnenden Franken unklar, der für 2007 noch über einen Vertrag mit dem umstrittenen Manager Manolo Saiz verfügt. Ob dieser aber noch Einfluss auf die Zusammensetzung des Astana-Teams hat oder mit einem neuen eigenen Rennstall auftreten will, ist abzuwarten. Jaksche war kurz vor Tour-Beginn wegen Erkrankung aus dem Astana-Aufgebot gestrichen und seitdem nicht mehr eingesetzt worden.

© SID

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