Radsport Doping
Ermittlungen im "Fall Ullrich" liegen auf Eis

Die Ermittlungen der Bonner Staatsanwaltschaft im "Fall Jan Ullrich" sind ins Stocken geraten. Nach der Speicheltest-Abgabe des Radprofis warte man auf die Überlassung der Ullrich zugeschriebenen Blutbeutel aus Spanien.

Nach der Speicheltest-Abgabe des ehemaligen T-Mobile-Radsportstars Jan Ullrich hat die Verzögerung bei der Überlassung der Ullrich zugeschriebenen Blutbeutel aus Spanien die Ermittlungen der Bonner Staatsanwaltschaft ins Stocken gebracht. "Den Grund für die Verzögerung kennen wir nicht", sagte Staatsanwalt Jörg Schindler dem sid.

Ullrichs in der letzten Woche in Konstanz abgegebene Speichelprobe sei inzwischen beim Bundeskriminalamt Wiesbaden deponiert. "Doch ohne das Material aus Madrid bringt uns das nicht weiter, weil kein DNA-Abgleich vorgenommen werden kann", erklärte Schindler.

Damit liegt auch die Untersuchung der Schweizer Kommission für Dopingbekämpfung weiter auf Eis. Der zuständige Sachbearbeiter Bernhard Welten hat unter anderem aus Bonn zusätzliche Unterlagen angefordert. Dem dürfte die Staatsanwaltschaft aber erst nach Abschluss ihrer eigenen Ermittlungen entsprechen.

Ullrich, der jede Verwicklung in die spanische Affäre bestreitet, ist weiter ohne Profilizenz und hat für 2007 noch keinen Rennstall gefunden.

© SID

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