Radsport Doping
"Gesetzgeber muss sich die Hintermänner vornehmen"

BDR-Präsident Rudolf Scharping hat nach dem Fall Floyd Landis weitreichende Konsequenzen gefordert: "Der Gesetzgeber muss sich die Hintermänner vornehmen, die mit krimineller Energie Handel mit Dopingmitteln betreiben."

Der mutmaßliche Dopingfall Floyd Landis hat auch Rudolf Scharping auf den Plan gerufen. Der Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) hat erneut eine stärkere Verantwortung des Staates beim Thema Doping gefordert. "Der Gesetzgeber muss sich die Hintermänner vornehmen, die mit krimineller Energie und teilweise mafiaartigen Strukturen Handel mit Dopingmitteln betreiben", sagte der frühere Verteidigungsminister dem Berliner Tagesspiegel: "Diese Unterstützung muss kommen und zwar noch dieses Jahr."

Scharping sieht nach eigenem Bekunden nicht ein, "warum die Polizei in Frankreich, in Spanien, Italien oder Belgien gegen solche Dopingringe vorgehen kann, in Deutschland aber nicht - falls das jemals nötig sein sollte".

Allerdings ergänzte Scharping, dass der Sport dadurch nicht seiner Kontrollpflichten enthoben werden soll. "Nur wenn der Sport alle seine Maßnahmen ausschöpft, kann er vom Staat glaubwürdige Unterstützung verlangen", erklärte der BDR-Präsident.

Scharping plädierte zudem, für jeden Athleten ein individuelles Profil seiner Blutwerte zu entwickeln. Damit könne man einem möglichen Dopingverdacht effektiver nachgehen. "Im Radsport müsste das zur Bedingung für eine Profilizenz eines Sportlers wie auch eines Teams gemacht werden", so Scharping.

© SID

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