Radsport Doping
"Heilige Union" gegen Doping aus der Taufe gehoben

Ab sofort gibt es im Radsport eine "heilige Union" gegen Doping. Am Freitag wurde die Allianz unter anderem von UCI-Präsident Pat Mcquaid sowie Tour de France-Direktor Christian Prudhomme in der Schweiz gegründet.

Auf Grund der anhaltenden Doping-Affären ist am Freitag in Moudon (Schweiz) eine "heilige Union" gegen Doping aus der Taufe gehoben worden. Daran beteiligt waren Pat Mcquaid als Präsident des Internationalen Radsport-Verbandes (UCI), Christian Prudhomme als Chef der Tour de France und Quick-Step-Manager Patrick Lefevere als Vertreter einer großen Zahl von Teams. Laut Mcquaid sollen Kontrollen inner- und außerhalb der Wettkämpfe vor und nach der Tour de France intensiviert werden.

"Teams müssen Verantwortung gerecht werden"

Die Gründung der Allianz folgte einen Tag nach der Suspendierung der beiden Freiburger Ärzte des Teams T-Mobile, das 2006 einen Tag vor dem Start der Tour de France Jan Ullrich wegen Dopingverdachts suspendiert hatte. Laut Lefevere sind 90 Prozent der Teams bereit, ihre rund 50 formal in die Operacion Puerto involvierten Fahrer nicht starten zu lassen. "Wir appellieren an die Teams, ihrer Verantwortung gerecht zu werden", meinte der Quick-Step-Manager.

Mcquaid gestand ein, der Radsport leide augenblicklich hart an den Folgen der "Operacion Puerto" und den Affären um Jan Ullrich und Ivan Basso, der inzwischen seinen Vertrag beim Discovery Team gekündigt hat. Diese "heilige Union" ist laut Mcquaid angesichts der Differenzen zwischen Teams, Veranstaltern und Verbänden ein entscheidender Schritt.

"Der Radsport muss die Auffassung Vieler beseitigen, er sei ein verkommener Sport und werde dominiert von gedopten Fahrern - denn das ist nicht wahr", meinte Prudhomme, der versicherte: "Das können wir nur erreichen, wenn wir zusammenstehen."

© SID

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