Radsport Doping
Ivan Basso für zwei Jahre gesperrt

Der italienische Radsportverband FCI hat Ivan Basso, Girosieger 2006 und Tour-Zweiter 2005, wegen geplanten Dopings für zwei Jahre gesperrt. FCI-Richter Vincenzo Ioffredi gab das Urteil am Freitag in Rom bekannt.

Ivan Basso, Girosieger 2006 und Tour-Zweiter 2005, ist vom italienischen Radsportverband FCI wegen geplanten Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. FCI-Richter Vincenzo Ioffredi gab das Urteil am Freitagabend in Rom bekannt. Dort war der 29-jährige Radprofi am Mittag mit seinem Anwalt Massimo Martelli zur Anhörung vor der Disziplinarkammer erschienen.

"Ich werde 2009 zurückkehren"

"Ich akzeptiere das Urteil. Ich werde weiter trainineren und plane, 2009 zurückzukehren", sagte Basso. Die 236 Tage, die er schon gesperrt war, werden auf die zwei Jahre angerechnet, so dass die Sperre am 24. Oktober 2008 endet. Dennoch überlegt er, eventuell Einspruch gegen die Länge der Sperre einzulegen. "Das ist etwas, dass ich zusammen meinem Anwalt entscheiden werde. Ich schaue bereits in die Zukunft."

Basso hatte am 7. Mai gestanden, in die spanische Dopingaffäre "Operacion Puerto" verwickelt gewesen zu sein. Er habe fünf Beutel mit seinem Blut unter dem Dodenamen "Birillo" beim Madrider Arzt Eufemiano Fuentes in der Absicht deponiert, sich bei der Tour 2006 zu dopen. Er habe jedoch nie Doping praktiziert.

Ettore Torri, ermittelnder Staatsanwalt des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (Coni), hatte eine Sperre von nur 21 Monaten beantragt und dies damit begründet, Basso habe durch sein Geständnis in "begrenztem Umfang" zur Aufklärung beigetragen. Dieser hatte zuvor vor der FCI um eine "gerechte Strafe" gebeten: "Ich habe einen Fehler gemacht und verdiene dafür zu zahlen. Aber die Sanktion sollte auf Basis des Reglements und nicht wegen meines Namens erfolgen."

Basso war wie Jan Ullrich am Tag vor dem Tour-Start 2006 von seinem dänischen CSC-Team aus dem Kader genommen worden, nachdem die ersten Ermittlungsunterlagen der spanischen Behörden auf dem Tisch lagen. Er war nach seinem Geständnis vom US-Rennstall Discovery Channel entlassen worden, der ihn ab Anfang 2007 unter Vertrag genommen hatte.

© SID

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