Radsport Doping
Klöden: "Alle müssen fürchten, erwischt zu werden"

Radprofi Andreas Klöden hat noch einmal versichert, in seiner Karriere keine unerlaubten Mittel benutzt zu haben. "Ich schwöre, dass ich sauber bin", sagte der Astana-Profi in einem Interview mit dem Fachmagazin "Radsport", in dem er durchaus kritisch mit der Doping-Problematik umging: "Was in den letzten Wochen ans Tageslicht gekommen ist, finde ich für unseren Sport mehr als beschämend. Man sollte aber jedem Einzelnen eine Chance geben und nicht alle über einen Kamm scheren."

Er habe durchaus Verständnis dafür, dass der Radsport besonders kritisch unter die Lupe genommen werde: "Die Kontrollen müssen sogar noch gesteigert werden. Alle müssen fürchten, erwischt zu werden, dann tun sie es nicht mehr."

14 Tests vor dem Tour-Start

Er selbst sei in diesem Jahr bis zum Tour-Start bereits 14 Mal getestet worden, davon sechsmal unangemeldet, und zwar von vier verschiedenen Organisationen: Wada, Nada, UCI und Swiss Olympic, berichtete der Wahl-Schweizer. In allen Fällen sei er angetroffen worden: "Auch bei meinen Eltern, als ich dort im Mai in Forst zu Besuch war."

Ihm selbst seien nie Dopingmittel angeboten worden, sagte der Cottbuser. Als er 1989 mit 14 Jahren auf die Sportschule kam, sei in der DDR alles schon gekippt: "Alle Trainer waren weg." Auch im Team Telekom, wo er 1998 seine Profikarriere begann, "wurde mir nie etwas angeboten", beteuerte der 32-Jährige.

Er habe Ende 2006 bei seinem Wechsel von T-Mobile zu Astana einen Vertrag unterschrieben, der "genau wie bei den deutschen Rennställen" scharfe Sanktionen im Dopingfall vorsehe und auch die Bereitschaft zur Abgabe einer DNA-Probe beinhalte, erklärte Klöden.

© SID

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